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Steigende Bauzinsen - kein Grund zu übereiltem Kauf
Darlehensraten müssen langfristig ins Budget passen

Hamburg (ots) - Seit dem Tiefstand im Mai dieses Jahres sind die Zinsen für Baudarlehen wieder angestiegen. Nach wie vor lässt sich jedoch der Hausbau oder -kauf zu extrem günstigen Konditionen verwirklichen.

Für Immobiliendarlehen mit zehnjähriger Zinsbindung fällt derzeit rund ein halbes Prozent Zinsen mehr an als noch im Frühjahr. Weil die durch die Finanzkrise ausgelöste Rezession augenscheinlich beendet ist und die Weltwirtschaft wieder anzieht, sind die Aktienmärkte für Anleger zunehmend attraktiv. Dies hatte zur Folge, dass die Nachfrage nach sicheren Anlageprodukten wie beispielsweise Staatsanleihen und Pfandbriefen sank, was fallende Kurse und steigende Renditen nach sich zog. An den Renditen für Pfandbriefen (http://www.baufi24.de/hypothekenzinsen-dgzf-zinscharts/) orientieren sich wiederum die Zinsen für Immobiliendarlehen, da Banken die durch Pfandbriefe eingenommenen Gelder zur Refinanzierung von Baugeld nutzen. Steigen die Zinsen dieser Anlageprodukte, verteuern sich auch die Hypothekenzinsen (http://www.baufi24.de/tagesaktuelle-hypothekenzinsen/). Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich der Zinsanstieg - zunächst jedoch in begrenztem Ausmaß - weiter fortsetzen könnte. Eine längerfristige Vorhersage ist jedoch schwierig zu treffen. Der künftige Zinstrend hängt stark von der weiteren Entwicklung der Konjunktur ab. Faktoren wie ein Einbrechen des Wirtschaftswachstums in den Schwellenländern oder ein erneutes Auflodern der Eurokrise könnten dazu führen, dass Pfandbriefe oder Staatsanleihen für Anleger wieder attraktiver werden und die Bauzinsen doch nicht weiter ansteigen.

Möglichst lange Zinsbindung wählen

Im langfristigen Vergleich ist Wohneigentum derzeit allerdings immer noch zu äußerst erschwinglichen Konditionen zu haben. Zum Vergleich: Noch vor 20 Jahren zahlten Kreditnehmer für eine Darlehen mit 10-jähriger Zinsbindung ca. 8 Prozent Zinsen, vor zehn Jahren fielen immerhin noch rund 6 Prozent an. Für Verbraucher mit Eigenheimplänen bedeutet dies, dass der Zeitpunkt für den Hausbau oder Erwerb nach wie vor günstig ist. Von besonderem Vorteil sind Annuitätendarlehen mit langfristiger möglichst 20-jähriger Zinsbindung. Zwar fallen für solche Verträge höhere Zinsen von ca. 0,5 Prozent an, doch erkauft sich der Darlehensnehmer auf diese Weise eine Planungssicherheit fast bis zum Ende der Finanzierung. Das Risiko einer Zinserhöhung, wie bei Darlehen mit zehnjährige Bindungsfrist im Rahmen der Anschlussfinanzierung gegeben, braucht er dann nicht zu fürchten. Hinzu kommt: Wer sich langfristig bindet, kann - sollten die Konditionen in der Zwischenzeit sogar unter den bei Abschluss vereinbarten Zinssatz fallen - nach zehn Jahren den Vertrag jederzeit kündigen und zu einem anderen Anbieter wechseln.

Das Fundament muss stimmen

Allerdings: Allein aufgrund der Befürchtung, die Zinsen könnten weiter steigen, sollte kein Immobilieninteressent seine Eigenheimpläne nun vorschnell umsetzen, rät Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.de (http://www.baufi24.de/). Dies gilt insbesondere für Schwellenhaushalte: Finanzieren Familien die eigene Immobilie an ihrem persönlichen Limit, weil sie beispielsweise über nur wenig Eigenkapital oder geringe monatliche Einnahmen verfügen, stellt dies ein hohes Risiko für das Vorhaben dar. Wer sich nur ein Darlehen mit 5- oder 10-jähriger Zinsbindung leisten kann, läuft sonst Gefahr, seine Raten nicht mehr bewältigen zu können, sollten die Zinsen nach Ablauf der Zinsbindungszeit angestiegen sein. Deshalb gilt: Mindestens 20 oder 30 Prozent Eigenkapital sollten Kreditnehmer in die Finanzierung einbringen können und die Darlehensraten 30 oder 40 Prozent des Nettoeinkommens nicht übersteigen. Durch den Eigenkapitalanteil und die mögliche Kreditrate ergibt sich, unter Einbeziehung der anfallenden Nebenkosten, wie viel das Haus oder Wohnung höchsten kosten darf. Wird diese Summe nicht überschritten, steht die Kalkulation auf solidem Fundament. Zudem sollten Häuslebauer noch über genügend finanzielle Kapazitäten verfügen, um zusätzlich ein Sicherheitspolster für später anfallende Sanierungs- und Instandsetzungskosten sowie unvorhergesehene Ereignisse aufzubauen.

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