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Ukraine auch im März beherrschendes Thema der Fernsehnachrichten - InfoMonitor März 2014

Köln (ots) - Wie bereits in den Vormonaten war die Ukraine das mit Abstand führende Thema in den Fernsehnachrichten. Über viereinhalb Stunden (276 Minuten) berichteten allein die Hauptnachrichtensendungen von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 über dieses Thema. Hinzu kamen 152 Minuten Berichterstattung über das Referendum auf der Krim und den Anschluss an Russland. Auf den Plätzen drei und vier folgten das verschollene Passagierflugzeug MH370 (117 Minuten) und der Prozess gegen Uli Hoeneß (115 Minuten). Die weiteren Top-10-Themen waren: Warnstreiks im öffentlichen Dienst, blockierte Internetdienste und Kommunalwahl in der Türkei, Kommunalwahl in Frankreich, Staatsbesuch von Chinas Präsidenten, Edathy-Affäre sowie Mordprozess gegen Oscar Pistorius.

Die anhaltend umfangreiche Berichterstattung über die Ukraine, und die Krim sowie weitere Auslands- und nichtpolitische Topthemen führten im März zu insgesamt weniger Auftritten deutscher Politiker in den Fernsehnachrichten. Nur die CDU konnte mit 280 Auftritten in etwa das Ergebnis des Vormonats erreichen. Sie liegt damit an zweiter Position knapp hinter der SPD mit 290 Auftritten. Es folgen CSU (79 Auftritte), Grüne (40), Linke (33) und FDP (2).

Unter den 20 am häufigsten in den Fernsehnachrichten präsenten deutschen Politiker hält Bundeskanzlerin Merkel unangefochten die Spitze mit 145 Auftritten. Mit Abstand folgen Frank-Walter Steinmeier (69 Auftritte), Sigmar Gabriel (38) und Wolfgang Schäuble (31). Die Bundestagsopposition ist lediglich durch Gregor Gysi (19) und Karin Göring-Eckardt (10) vertreten.

Während die Anteile politischer Themen in den sechs untersuchten Nachrichtensendungen weitgehend stabil im Vergleich zum Vormonat blieben, wurden sowohl für den Themenbereich Gesellschaft/Justiz als auch für Unfall/Katastrophe höhere Anteile ermittelt. Hierfür verantwortlich waren vor allem Demonstrationen, Gerichtsprozesse sowie der verschollene Flug MH370, die allesamt Topthemen waren.

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