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16.08.2019 – 11:31

CaptainCork Weinmagazin

Das sind die besten Grauburgunder meiner Leser

Das sind die besten Grauburgunder meiner Leser
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CaptainCork, das führende Online-Magazin über Wein, fragte seine Leser, welcher Grauburgunder am besten schmeckt und kostete alle nach. Hier ist die graue Liste des Captain mit einigen Überraschungen.

Grauburgunder: Oje, stöhnt der Weinkenner und wendet sich ab. Aja, sagt der Genießer und greift zu.

Selten liegen die Weinwelten so weit auseinander wie bei dieser Rebsorte, von der man nicht mal genau weiß, woher sie kommt. Aus dem Burgund, wo sie heute verboten ist, oder aus der Champagne, wo sie gerade mal einen Hektar Fläche bedeckt? Beides ist möglich. Nur eines ist sicher, der Grauburgunder ist eine Mutation des Spätburgunders.

Milde Säure und Schmelz sind die wichtigsten Eckpunkte der Rebsorte, die man Pinot Grigio ruft, wenn sie aus dem Süden kommt. Weil er meistens nicht viel kostet und (anders als der zickige Riesling) kaum beißt, ist der Grauburgunder Liebling von Wirten und Hoteliers. Wenn man aus Umfragedaten Wein pressen könnte, käme Grauburgunder raus. Grauburgunder, das ist wie wenn CDU, CSU und SPD sich auf eine Rebsorte einigen. Das Ergebnis ist etwas, das keiner braucht, aber doch irgendwie die Gläser füllt und Gelegenheit zum Abkassieren bietet.

Stop! So schlimm ist es nun auch wieder nicht, dass der Captain in die unterste Metapher-Lade greifen muss. Denn Grauburgunder ist nicht Grauburgunder, wenn er in die richtigen Hände gerät. Und weil es manchmal Sinn macht, dem Volk aufs Maul zu schauen (Martin Luther), befragte der Captain seine Leser, die ihm auf Facebook folgen (immerhin fast 26.000) und wollte wissen, welche ihre liebsten Grauburgunder sind. Viele antworteten brav.

Das Ergebnis förderte einige Entdeckungen ans Licht. Zum Beispiel Volker Benzingers edlen Grauburgunder "Uva Piccola" für 50 Euro. Über diesen Wein schreibt CaptainCork:

Der Wein (bio!) schimmert kupfern im Glas. In der Nase Salted Caramel-Eis von Häagen-Dazs, etwas Vanille, Brennnesseltee, nasse Tabakblätter und kühle Mineralität. Er riecht erdig (typisch Grauburgunder) und frisch zugleich. Im Mund das Gefühl von Rotwein und sehr viel herber Würze. Sofort fällt die straffe und Spannung erzeugende Säure als Gegenpart zum warmen Grundton dieser Kräuterbombe auf. Ich schmecke Thai-Basilikum, gelben Apfel, Mirabelle, reifen Pfirsich, eine weiche Banane, etwas Stachelbeere, fermentierte Tabakblätter, Salz. Am Gaumen brauner Honig, eine kalte klare Pilzbrühe, frisch gezupfte Korianderblätter. Erst ganz spät und weit hinten macht sich etwas Süße bemerkbar. Faszinierender und außergewöhnlicher Wein, an dem ich ständig schnuppern und nippen muss. Man traut sich gar nicht, den ganzen Mundraum zu fluten, so delikat und selten ist sein Geschmack. Bis man zur Verschwendung entschlossen genau das macht und sich ein Strom aufregend kräutriger Aromatik ins Innere ergießt.

Über CaptainCork.com:

CaptainCork ist das führende deutschsprachige Weinmedium im Internet und richtet sich an Wein- und Kulinarikfreunde, die jünger sind als die Leser herkömmlicher Weinzeitschriften. Die Texte sind unterhaltsam und brechen mit dem bei Weinthemen üblichen Schreibstil. Dazu hat die Redaktion fünf Thesen aufgestellt:

1. Gut ist, was schmeckt.
2. Viele Weintrinker trauen sich nicht mehr zu sagen, was ihnen schmeckt, da die
   allgegenwärtigen Tester mit ihren Punkten, Gläsern und Beschreibungen alle 
   eingeschüchtert haben.
3. Herkömmliche Weinbeschreibungen sind unlesbar, weil sie in einer 
   Geheimsprache verfasst wurden, die kein normaler Weintrinker versteht.
4. Der Weintrinker wagt keinen Widerspruch, da er glaubt, von Wein nichts zu 
   verstehen. Dabei ist es ganz einfach. Man muss Wein bewusst trinken, Fragen 
   stellen und dem eigenen Geschmackssinn vertrauen.
5. Es lohnt, sich für Wein zu interessieren, denn guter Wein macht zufrieden. 
   Und das kann man immer öfter brauchen.

Der Tagesspiegel schrieb über CaptainCork: "Amüsant und respektlos bespricht das Team von CaptainCork Weine. Das typische Weinchinesisch? Gibt es nicht. Den Lesern gefällts." Insbesondere wird häufig hervorgehoben, dass die Weintexte neben erfahrenen Weintrinkern auch Einsteiger ansprechen. Quelle: Wikipedia

Marcus Johst, www.CaptainCork.com, Behlertstraße 3a, 14467 Potsdam; Tel.: +49
173 2457313, E-Mail: info@captaincork.com