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03.04.2013 – 12:49

Open Society Foundations

Trotz Krise: Mehrheit der Deutschen für ein solidarisches Europa

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Berlin (ots)

Mehr als die Hälfte der Deutschen spricht sich trotz Krise für Solidarität mit Europa aus und glaubt, dass Menschen in europäischen Krisenländern zu Unrecht leiden müssen. Die Gruppe von Stiftungen "Open Society Foundations" des US-amerikanischen Investors George Soros ruft Europäer zum Zusammenhalt auf.

Die Mehrheit der Deutschen (57%) ist für ein solidarisches Europa und spricht sich dafür aus, die Herausforderungen der Krise gemeinsam mit den europäischen Nachbarländern anzugehen. 70% glauben, dass die Breite der europäischen Bevölkerung unverschuldet an den Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise leidet. Immerhin 43% sind jedoch der Meinung, dass die einzelnen Länder zunächst ihren eigenen Interessen folgen sollten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag der Open Society Foundations, einer Gruppe von Stiftungen, die sich für faire und offene Zivilgesellschaften einsetzt. Die Open Society Foundations ruft mit ihrer in Griechenland neu gegründeten Initiative Solidarity Now zu mehr Verbundenheit in Europa auf. Auf www.solidaritynow.org wirbt die Organisation mit einem eigens produzierten Film für den Zusammenhalt der europäischen Staaten.

Zeitgleich wurden über 5.000 Europäer in Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien zum europäischen Zusammenhalt im Zeichen der Krise befragt. Insgesamt zwei Drittel (61%) der befragten Europäer sind der Meinung, Europa müsse Solidarität zeigen und gemeinsam daran arbeiten, die derzeitigen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen zu bewältigen.

"Unsere gegenseitige Abhängigkeit wird immer deutlicher: Mehr und mehr Europäer realisieren, dass wir nur gemeinsam aus der Krise kommen, und nicht allein", sagt Jordi Vaquer, Direktor der Open Society Initiative für Europa. "Aber diese europäische Solidarität ist in Gefahr, dauerhaft untergraben zu werden. Unsere Befragung zeigt: 85% der Europäer glauben, dass die europäische Solidarität und Einheit stark oder dauerhaft durch die Wirtschaftskrise beschädigt wurde. Wenn wir der Bevölkerung weiterhin so viel abverlangen, zerstören wir die europäische Einheit, anstatt sie zu erhalten".

Die Umfrage der Open Society Foundations zeigt auch, dass nach Ansicht der Europäer, nicht der Durchschnittsbürger für die Krise verantwortlich gemacht werden kann. Stattdessen stimmen drei Viertel (73%) der Befragten zu, dass Menschen in Ländern wie Griechenland zu Unrecht unter den Folgen einer Krise leiden, für die sie nicht verantwortlich sind. Gleichzeitig glaubt die große Mehrheit der Befragten (93%), dass Politiker in ganz Europa im Zuge der Finanzkrise den Bezug zu den Sorgen der Bürger verloren haben.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.solidaritynow.org

Hier finden Sie die gesamte Umfrage: http://ots.de/cmHVn

Den Film können Sie hier sehen: www.youtube.com/watch?v=c-JwvJUCDec&feature=youtu.be

Die Stiftungen "Open Society Foundations" arbeiten zu Themen wie Menschenrechte, Gerechtigkeit, Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung und unterstützen freie und unabhängige Medien. Die Stiftungen wurden vor über 30 Jahren durch den Investor George Soros gegründet.

Solidarity Now ist ein Netzwerk von Organisationen in Griechenland, das von Open Society Foundations initiiert wurde. Solidarity Now hat sich zur Aufgabe gemacht, die Folgen der Krise für diejenigen zu mildern, die am stärksten direkt von der Krise existenziell betroffen sind. Erfahren Sie mehr auf: www.solidaritynow.org

Die Umfrage wurde von Populus Data Solutions zwischen dem 15. und 18. März 2013 durchgeführt. Die gesamten Ergebnisse finden Sie auf www.opensocietyfoundations.org. Die oben genannten Ergebnisse basieren auf Daten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Insgesamt wurden 5.103 Menschen befragt: 1.013 in Deutschland, 1.036 in Frankreich, 1.022 in Großbritannien, 1.030 in Italien und 1.002 in Spanien. Die Stichproben sind für jedes Land repräsentativ.

Pressekontakt:

Anastasia Albert
Tel.: +49(0)30/7001 86-538
E-Mail: anastasia.albert@s-f.com

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