Bundespolizeiinspektion Klingenthal

BPOLI KLT: Finger weg von verbotenen Feuerwerkskörpern - Bundespolizei stellt bei Kontrollen Pyrotechnik sicher

Johanngeorgenstadt (ots) - Am vergangenen Wochenende stellten Beamte der Bundespolizeiinspektion Klingenthal bei Kontrollen in Johanngeorgenstadt in sechs einzelnen Fällen insgesamt 449 Feuerwerkskörper fest, die aus der tschechischen Republik nach Deutschland verbracht wurden, hier aber wegen fehlender Prüfung nicht zugelassen sind. Bei den männlichen Personen, gegen die Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz gestellt wurde, handelt es sich um deutsche Staatsangehörige im Alter zwischen 16 und 31 Jahren, mit Wohnsitzen im Erzgebirge, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Bandbreite der mitgeführten Pyrotechnik reichte dabei vom einfachen Knaller über Kugelbomben bis zu Batterieanordnungen. Der bevorstehende Jahreswechsel verleitet wieder zahlreiche Besucher der grenznahen Märkte in Tschechien zum Kauf der dort angebotenen Knall- und Feuerwerkskörper. Die Bundespolizei weist deshalb und wiederholt darauf hin, dass Pyrotechnik ohne die erforderliche Kennzeichnung in Deutschland verboten ist und deren Verbringung nach Deutschland strafrechtliche Konsequenzen nach sich zieht. Darüber hinaus sind diese Gegenstände extrem gefährlich und mit erheblichen Risiken verbunden. In Deutschland sind ausschließlich Feuerwerkskörper zugelassen, die entweder eine Zulassung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) haben oder ein CE-Zeichen sowie eine entsprechende Kennnummer aufweisen. Bei Knall- und Feuerwerkskörpern ohne diese Prüfzeichen können mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff selbst bei korrekter Verwendung zu schwersten Verletzungen führen. Verstümmelungen sowie abgetrennte Finger und Hände sind dabei keine Seltenheit. Nicht zugelassene Feuerwerkskörper sind empfindlich gegen Reibung, statische Aufladung und Schlag und können deshalb auch schon beim Transport im Fahrzeug explodieren. Dadurch gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern auch Unbeteiligte. Der Gesetzgeber hat aus diesem Grund die Verbringung nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt. Derartige Handlungen stellen einen Verstoß gegen § 40 des Sprengstoffgesetzes dar, als Sanktionen drohen dafür Freiheits- oder Geldstrafen. Bei festgestellten Verstößen im Vorjahr wurden im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Klingenthal beispielsweise Geldstrafen zwischen vier- und neunhundert Euro von Gerichten für derartige Delikte verhängt. Die Intensivierung entsprechender Kontrollen bis zum bevorstehenden Jahreswechsel wird die Bundespolizeiinspektion Klingenthal auch mit präventiven Aktionen unterstützen. So werden speziell geschulte Beamtinnen und Beamte in grenznahen Ortschaften die Bevölkerung informieren, für Fragen zur Verfügung stehen und Informationsmaterial verteilen.

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