Bundespolizeiinspektion Chemnitz

BPOLI C: Fotos im Gleis - Bundespolizei warnt vor Gefahren

Freiberg/Chemnitz/Erzgebirge (ots) - Im Rahmen einer Online-Anzeige wurde der Bundespolizeiinspektion Chemnitz letzte Woche bekannt, dass sich im Bahnhof Freiberg zwei Personen in der Bahnanlage (Gleis), zwecks Fotoaufnahmen, unberechtigt aufgehalten haben sollen. Diese Fotoaufnahmen wurden im sozialen Netzwerk veröffentlicht.

Durch die Ermittlungsbeamten der Bundespolizeiinspektion Chemnitz konnte der Inhaber des Account ausfindig gemacht und aufgesucht werden. Gegen die beiden Personen, welche sich unberechtigt im Bereich den Gleisanlagen aufgehalten haben, wurde eine Ordnungswidrigkeitenanzeige verhängt und ein Verwarngeld erhoben.

Durch Beamte der Bundespolizeiinspektion Chemnitz wurden gezielte Präventionsgespräche mit den Betroffenen geführt, welche eindringlich auf die Risiken ihres Handelns aufklären.

Immer wieder muss die Bundespolizei bundesweit diesen lebensgefährlichen, unbegreiflichen Trend feststellen.

Junge Leute wählen oft die Bahnschienen als Hintergrundmotiv. Die Fotos werden dann in diversen sozialen Netzwerken eingestellt. Die Gefahr, die sich durch solch ein Handeln ergibt, wird fast immer unterschätzt. Das Fotografieren selbst beansprucht die gesamte Aufmerksamkeit, die Umgebung gerät dabei schnell aus dem Fokus. Man verlässt sich auf die Voraussicht der Freunde, sein Gehör oder gar auf den Fahrplan. Letzterer verzeichnete aber nur den Personenverkehr. Weder Güterzugverkehr noch sonstige Zugfahrten sind hier hinterlegt.

Selbst bei Windstille hört man die modernen Züge zu spät. Eine Bahn, die sich mit 160 km/h nähert, benötigt für eine Strecke von 100 Metern nur 2,25 Sekunden. Es gab bereits mehrere tödliche Unfälle, bei denen die Ermittlungen ergaben, dass zuvor Fotos geschossen wurden.

Die Bundespolizei bietet die Möglichkeit für Informationsveranstaltungen in Schulen, gezielte Präventionsgespräche mit den Betroffenen und weiteres Informationsmaterial zu dieser Thematik an.

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