Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf

BPOLI LUD: Grenzüberschreitender Einsatzerfolg gegen Schleuserkriminalität

Görlitz (ots) - Ein gemeinsamer und zudem grenzüberschreitender Einsatzerfolg gegen die internationale Schleuserkriminalität gelang polnischen und deutschen Streifen am vergangenen Samstag.

Gegen 09.45 Uhr kontrollierten polnische Grenzschützer und Bundespolizisten der Inspektion Ludwigsdorf auf der polnischen Autobahn (E40) bei Zgorzelec gemeinsam einen Mercedes. Hinter dem Lenkrad des in Polen zugelassenen Wagens saß ein polnischer Mann (26). Bei dessen drei Passagieren handelte es sich um eine russische Frau (31) und deren zwei Kinder. Den eigenen Angaben nach kommen Mutter und Kinder aus Tschetschenien. Offenbar wollte sich die 31-Jährige mit ihren Kindern über die Grenze nach Deutschland bringen lassen. Die drei russischen Staatsangehörigen kamen wegen des Versuchs des unerlaubten Grenzübertritts in Gewahrsam. Den 26-Jährigen nahm der polnische Grenzschutz fest. Ihm wird die Beihilfe zum versuchten unerlaubten Grenzübertritt vorgeworfen.

Ca. zwei Stunden später teilte ein Bürger aus dem Wachauer Ortsteil Leppersdorf mit, dass ihn ein Unbekannter angesprochen habe, weil er mit der Polizei sprechen wolle. Eine Streife des Kamenzer Polizeireviers ging dem Hinweis nach und stellte vor Ort einen 30-jährigen Russen fest. Dieser war in Begleitung seiner zwei Kinder. Neben einer Bescheinigung, die ihn als Asylbewerber in der Republik Polen ausweist, hielt er auch Papiere seiner Frau in den Händen. Eine Rücksprache mit der deutsch-polnischen Nachbardienststelle bestätigte schließlich die Vermutung, wonach es sich bei der Ehefrau des 30-Jährigen um die auf der polnischen Seite bereits in Gewahrsam genommene 31-Jährige handelte. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sollte die gesamte sechsköpfige Familie mit zwei Fahrzeugen ins Bundesgebiet eingeschleust werden. Die Bundespolizeiinspektion Ebersbach übernahm den Vater, dessen Töchter und die weiteren Ermittlungen auf deutscher Seite.

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