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POL-BN: Ermittlungsgruppe der Bonner Polizei klärte Serie von Motorrollerdiebstählen und überführte neun Tatverdächtige

Bonn (ots) - Ermittlungsgruppe der Bonner Polizei klärte Serie von Motorrollerdiebstählen und überführte neun Tatverdächtige 22-Jähriger kam in Untersuchungshaft - Ermittler prüfen Herkunft zahlreicher sichergestellter Motorroller und Fahrzeugteile

Eine Ermittlungsgruppe der Bonner Polizei klärte eine umfangreiche Serie von Motorrollerdiebstählen in den nördlichen Bonner Stadtteilen und Alfter. Die mehrmonatigen Ermittlungen wurden in enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft geführt.

Seit dem Sommer 2013 ereigneten sich im Bonner Stadtgebiet, mit Schwerpunkten in Bonn-Auerberg, Buschdorf, Tannenbusch und Bonn-Nord vermehrt Motorrollerdiebstähle. Auch im benachbarten Alfter waren gleichgelagerte Straftaten zu verzeichnen.

Um der Serie entgegenzuwirken, richtete die Bonner Polizei beim Kriminalkommissariat 32 eine Ermittlungsgruppe ein, die eng mit der Bonner Staatsanwaltschaft zusammen arbeitete. Durch mehrmonatige Ermittlungen, Feststellungen im Rahmen der polizeilichen Fahndungsmaßnahmen nach Motorrollerdiebstählen und aufgrund weiterer Hinweise kamen die Beamten schließlich auf die Spur von drei Tatverdächtigen im Alter von 22, 15 und 12 Jahren sowie sechs weiteren Tatbeteiligten im Alter von 15 bis 16 Jahren.

Noch im Laufe der andauernden Ermittlungen wurde der 22-Jährige vorläufig festgenommen. Polizeibeamte trafen ihn am 25.01.2014 mit einem Motorroller an, der als gestohlen einlag. Der junge Mann wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der einen Untersuchungshaftbefehl erließ.

Nachdem sich der Tatverdacht gegen die sechs Verdächtigen erhärtet hatte, beantragte die Bonner Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht einen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnanschrift eines Verdächtigen sowie für einen Lagerraum. Bei der Durchsuchung am 30.01.2014 stellten die Ermittler mehrere Motorroller, Fahrzeugrahmen und eine Vielzahl sonstiger Rollerbauteile sicher. Mit zwei Abschleppwagen wurden diese zur weiteren Untersuchung in eine Garage der Polizei transportiert.

"Wir werfen den Verdächtigen nach dem derzeitigen Ermittlungsergebnis vor, in wechselnder Zusammensetzung zahlreiche Motorroller entwendet zu haben. Wir gehen davon aus, dass die Verdächtigen die Motorroller selbst genutzt haben. Wir haben auch Hinweise darauf, dass einzelne Verdächtige Motorroller so umgebaut haben, dass die Fahrgestellnummer nicht mehr erkennbar war. Derzeit prüfen wir zu mehr als 150 Diebstählen, ob sie der tatverdächtigen Gruppierung zuzurechnen sind. Die Ermittlungen hierzu sowie zu den einzelnen Tatbeiträgen dauern an" so Kriminalhauptkommissar Klaus Roost, Leiter der Ermittlungsgruppe.

Einen Teil der sichergestellten Motorroller und Bauteile konnten die Ermittler bereits konkreten Straftaten zuordnen. Zu der überwiegenden Anzahl der Asservate dauern die akribischen Recherchen derzeit noch an: "Mit Hilfe von Teilenummern und Motornummern versuchen wir derzeit, über die Hersteller die Herkunft der Roller und Fahrzeugteile zu klären", so Kriminalhauptkommissar Klaus Roost.

Nach ihren bisherigen Feststellungen gehen die Ermittler davon aus, dass die gestohlenen Motorroller mit der Lenkradsperre, nicht jedoch mit einem zusätzlichen Schloss gesichert waren.

Die Polizei nimmt dies zum Anlass und appelliert: Sichern Sie Ihren Motorroller vor Diebstahl! Geeignete Sicherungseinrichtungen sind insbesondere stabile Bügelschlösser, Ketten oder Panzerkabel. Schließen Sie Ihren Motorroller möglichst an einem festen Gegenstand an.

Weitere Tipps zum Schutz vor Zweiraddiebstahl finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de

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