Polizei Bonn

POL-BN: Bornheim-Brenig: Schüsse schreckten Anwohner aus dem Schlaf
30-Jähriger musste Waffe abgeben
Strafverfahren eingeleitet

Bonn (ots) - Mehrere Schüsse schreckten in der Nacht zu Freitag, 14.02.2014, Anwohner in Bornheim-Brenig aus dem Schlaf und riefen die Polizei auf den Plan. Anwohner hatten gegen 3 Uhr mehrere Schussgeräusche gehört und per Notruf 110 die Polizei informiert. Als die ersten Beamten kurze Zeit später eintrafen, hörten sie ebenfalls einen Schuss. Aus Schussrichtung kamen den Polizisten zwei Männer zu Fuß auf der Vennstraße entgegen. Sie wurden kontrolliert. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten im Hosenbund eines 30-Jährigen eine Schreckschusspistole, die augenscheinlich kurz zuvor verwendet worden war. Dies räumte der 30-jährige Waffenbesitzer auch ein. Er gab an, auf einer Wiese ein paar Schüsse abgefeuert zu haben. Den erforderlichen "Kleinen Waffenschein" konnte er nicht vorweisen. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Nach der Personalienfeststellung wurden die beiden Personen vor Ort entlassen. Den 30-jährigen Verdächtigen erwartet nun ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Außerdem prüft die Polizei Bonn, ob gegen ihn ein Waffenbesitzverbot ausgesprochen werden kann.

Information: Im Zusammenhang mit diesem Fall weist das Dezernat für Rechtsangelegenheiten und Waffenrecht der Polizei Bonn nochmals auf die bestehende Gesetzeslage hin: Für den Erwerb und Besitz von Gas-, Schreckschuss- und Signalwaffen, die das Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt aufweisen (die Buchstaben "PTB" sowie eine Prüfnummer in einem Kreis), müssen Sie nach dem Waffengesetz über 18 Jahre alt sein. Zum Führen dieser Waffen in der Öffentlichkeit, also außerhalb der eigenen Wohn- oder Geschäftsräume bzw. des eigenen Hausrechtsbereiches, ist der so genannte "Kleine Waffenschein" erforderlich. Wer eine solche Waffe führt, ohne über den "Kleinen Waffenschein" zu verfügen, macht sich strafbar! Der "Kleine Waffenschein" wird auf Antrag, nach Überprüfung der waffenrechtlichen Zuverlässigkeit, unbefristet ausgestellt. Die Gebühr hierfür beträgt derzeit 55 EUR. Die Erlaubnisinhaber werden im Nationalen Waffenregister gespeichert und werden alle drei Jahre auf Ihre Zuverlässigkeit hin überprüft. Diese Erlaubnis berechtigt nicht zum Führen von Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen oder Versammlungen. Ebenso wenig beinhaltet sie die Erlaubnis zum Schießen mit derartigen Waffen außerhalb von Schießstätten oder des eigenen, befriedeten Hausrechtsbereiches, was sich auch auf das Schießen an Silvester bezieht. Beim Führen einer Schusswaffe ist generell neben dem "Kleinen Waffenschein" ein gültiger Personalausweis oder Reisepass mitzuführen.

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