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16.01.2017 – 13:07

Bundespolizeidirektion Berlin

BPOLD-B: Hindernisse auf S-Bahngleise gelegt - Bundespolizei sucht nach Zeugen

Berlin (Tempelhof-Schöneberg/ Köpenick) (ots)

Am Wochenende gab es zwei Fälle, bei denen Unbekannte Gegenstände auf S-Bahngleise auflegten und so den Verkehr behinderten. Die Bundespolizei hat in beiden Fällen Ermittlungen wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen.

Am Samstag hatten gegen 17 Uhr Täter zwischen den S-Bahnhöfen Attilastraße und Marienfelde eine Abdeckung eines Kabelkanals in den Gleisbereich gelegt. Eine S-Bahn überfuhr das Hindernis und fuhr anschließend noch bis zum S-Bahnhof Marienfelde weiter. Nach einer ersten Bewertung kam es zu keinen schwerwiegenden Beschädigungen am Zug. Allerdings wurde für die polizeilichen Einsatzmaßnahmen ein Richtungsgleis bis 18:45 Uhr für den Zugverkehr gesperrt, was zu Zugausfällen und Verspätungen führte.

Am Sonntagabend gab es gegen 21:15 Uhr einen weiteren Fall zwischen den Bahnhöfen Hirschgarten und Friedrichshagen. Hier hatten bisher unbekannte Täter ein Stromaggregat aus einem Baustellenbereich der Fernbahn in den Gleisbereich der S-Bahn gelegt. Ein S-Bahnzug der Linie S3 prallte beim Befahren des Streckenabschnittes auf das Hinderniss, konnte die Fahrt aber noch bis zum S-Bahnhof Friedrichshagen fortsetzen. Es kam zu Beschädigungen an einzelnen Bauteilen des S-Bahnzuges. Auch in diesem Fall musste der Zug ausgesetzt werden.

In beiden Fällen kamen keine Reisenden zu Schaden.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen aufgenommen, Spuren dokumentiert und sucht nun nach Zeugen. Wer hat entsprechende Beobachtungen zur Tatvorbereitung und -ausführung gemacht und kann Hinweise zu den Tätern geben? Hinweise nimmt die Bundespolizei unter der kostenfreien Hotline 0800 / 6888000 und unter 030 / 297779-0 entgegen.

Warnhinweis der Bundespolizei

Bahnanlagen sind kein Spielplatz! Auf Bahnanlagen gefährden gerade Kinder, Jugendliche und junge Erwachsende immer wieder sich und andere vor allem durch leichtsinniges Verhalten und Unachtsamkeit. Neben den tödlichen Gefahren des Bahnstromes gibt es weitere Gefahrenquellen, die vom Zugverkehr und von den Betriebsanlagen ausgehen! Das Auflegen von Hindernisses ist keines Falls ein "dummer-Jungen-Streich", sondern gefährlich und strafbar! Insbesondere Jugendliche unterschätzen dabei häufig die Folgen ihrer Taten. Neben der strafrechtlichen Verfolgung wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, kommt es in den meisten Fällen auch zu zivilrechtlichen Schadensersatzansprüchen durch den Geschädigten, die 30 Jahre geltend gemacht werden können.

Rückfragen bitte an:

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