Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Bundespolizeidirektion Berlin

15.12.2015 – 13:50

Bundespolizeidirektion Berlin

BPOLD-B: Bundespolizei beschlagnahmt verbotene Böller

Hohenwutzen (Märkisch Oderland) (ots)

Am Montag entdeckten Bundespolizisten verbotene Feuerwerkskörper im Kofferraum eines VW Caddy.

Eine Streife der Bundespolizei kontrollierte am Montag gegen 11:40 Uhr den in Holland zugelassenen Volkswagen in Altglietzen. Der Wagen war aus Polen kommend auf der Bundesstraße 158a unterwegs. Bei der Überprüfung fanden die Beamten eine Vielzahl von Raketen und Böllern im Kofferraum.

Da keiner der aus Polen mitgebrachten Feuerwerkskörper die für die Einfuhr nach Deutschland erforderlichen Prüfzeichen besaß, stellten die Bundespolizisten die Silvesterknaller sicher. Das Gesamtgewicht der pyrotechnischen Erzeugnisse betrug 10,5 Kilogramm.

Gegen den 34-jährigen aus Holland stammenden Fahrer leiteten die Beamten ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetzes ein.

Hinweise der Bundespolizei zu illegaler Pyrotechnik:

Wie in jedem Jahr warnen die Bundespolizei und der Zoll gemeinsam vor Gefahren, die von illegaler Pyrotechnik ausgehen können

In der Vorweihnachtszeit wird nicht nur an Geschenke gedacht, es beginnen auch die Vorbereitungen zum Jahreswechsel. Ganz klar: Feuerwerk gehört für viele Menschen in Deutschland dazu. Verkauf und Zulassung von pyrotechnischen Gegenständen sind in Deutschland einheitlich geregelt. In Deutschland erhältliche legale Feuerwerkskörper, Böller und Knaller durchlaufen ein aufwändiges Prüfverfahren bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung. In anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union gekaufte, legale Feuerwerkskörper werden grundsätzlich durch die dortigen zuständigen Stellen geprüft. Allerdings registrieren Zoll und Bundespolizei spätestens im Dezember eine alljährlich zunehmende Einfuhr von nicht zugelassenen Feuerwerks- und Knallkörpern, besonders aus Polen und Tschechien.

Diese Pyrotechnik ist in allen Variationen und Mengen erhältlich, äußerst gefährlich und mit extremen Risiken verbunden. Mangelhafte Verarbeitung und die Verwendung von Industriesprengstoff können selbst bei korrekter Anwendung zu lebensbedrohlichen Verletzungen führen.

Der Gesetzgeber hat aufgrund der davon ausgehenden Gefahr, die Einfuhr nicht zugelassener Feuerwerkskörper unter Strafe gestellt. Personen, die solche Feuerwerkskörper dennoch nach Deutschland einführen, verstoßen gegen die Vorschriften des Sprengstoff- und/ oder Zollrechts. Diese Verstöße können mit einer Geldstrafe oder sogar einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Jeder Umgang mit und jede Einfuhr von nicht zugelassener Pyrotechnik ist in Deutschland verboten! Ausschließlich Artikel mit BAM- Zulassungszeichen oder CE- Zeichen sind erlaubt.

Mit Freude den Jahreswechsel erleben - mit den Tipps von Bundespolizei und Zoll:

Erwerben Sie nur zugelassene Qualitätsprodukte bei autorisierten Händlern.

Achten Sie immer darauf, dass die BAM- oder CE-Zeichen nicht gefälscht sind.

Lesen Sie vorab immer die Gebrauchsanweisung und die Sicherheitshinweise, damit Sie und unbeteiligte Personen nicht zu Schaden kommen.

Achten Sie auf ausreichend Platz beim Anzünden der Feuerwerkskörper.

Verwenden Sie nur Feuerwerkskörper, die optisch keine Mängel erkennen lassen. Fehlgezündete Feuerwerkskörper und Blindgänger sollen nicht wieder angezündet, sondern entsorgt werden.

Ihre Hinweise zu festgestellten Feuerwerkskörpern, die nicht den Sicherheitsnormen entsprechen, nimmt jede Polizeidienststelle sowie die Bundespolizei unter der kostenfreien Servicenummer 0800 6 888 000 entgegen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.bundespolizei.de sowie www.zoll.de.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Berlin
- Pressestelle -
Schnellerstraße 139 A/ 140
12439 Berlin

Telefon: 030 91144 4050
Mobil: 0171 7617149
Fax: 030 91144-4049
E-Mail: presse.berlin@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de

Original-Content von: Bundespolizeidirektion Berlin, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Bundespolizeidirektion Berlin