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23.05.2019 – 13:03

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOL NRW: Gewalt - Nach Volksverhetzung und Widerstands im Dortmunder Hauptbahnhof - Bundespolizist erleidet Mittelhandbruch

Dortmund - Hagen (ots)

Ein gebrochenes Handgelenk ist das Ergebnis eines Einsatzes, der sich gestern Morgen (22. Mai) im Dortmunder Hauptbahnhof ereignete. Dort soll sich ein 36-jähriger Mann in volksverhetzender Art und Weise gegenüber mehreren Personen geäußert haben. Bei seiner anschließenden Kontrolle leistete er Widerstand.

Gegen 01:30 Uhr wurden Einsatzkräfte der Bundespolizei zum Infopoint im Dortmunder Hauptbahnhof gerufen. Dort sollte es zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen gekommen sein. Wie Zeugen erklärten, hatte sich ein Mann in volksverhetzender Art und Weise gegenüber mehreren Taxifahrern am Taxistand vor dem Hauptbahnhof geäußert. Dabei beleidigte er diese verbal, wobei er auch kurdische Symbole und Zeichen gezeigt haben soll. Zudem habe der Mann damit gedroht, Bierflaschen auf seine Opfer zu werfen.

Daraufhin sollen sich mehrere der Taxifahrer zusammengetan und den "Aggressor" in Richtung Bahnhofshalle vertrieben haben. Im Bahnhof trafen die Bundespolizisten den 36-jährigen Mann an und wollten ihn überprüfen. Weil er sich auch gegenüber den Einsatzkräften verbal aggressiv verhielt, wurde der Einsatz der Bodycam angedroht und durchgeführt.

Als er mit zur Wache genommen werden sollte, weigerte er sich. Im anschließenden Handgemenge ging der Mann zusammen mit einem 29-jährigen Bundespolizisten zu Boden. Dabei brach sich der Beamte die Mittelhand und musste sich in ärztliche Behandlung begeben.

Gegen den türkischen Staatsangehörigen aus Hagen, der kurdischer Abstammung ist und über einen festen Wohnsitz in Hagen verfügt, wurde ein Strafverfahren wegen Beleidigung, Volksverhetzung und Widerstands eingeleitet.

Weil auch der Hagener einen Strafantrag gegen mehrere Taxifahrer stellte, wurde gegen diese ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.

Der verletzte Bundespolizist fällt voraussichtlich mindestens sechs Wochen aus.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Dortmund

Volker Stall

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