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04.05.2016 – 10:22

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

BPOLD STA: Lebensgefährlicher Wahnsinn! - Motorräder fahren vor einem Zug durch die Gleise - Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr

Wanne-Eickel - Dortmund - Dorsten (ots)

Spaziergänger in den Gleisen - Einkaufswagen und Fahrräder, Betonklötze auf den Gleisen - damit musste sich die Bundespolizei, LEIDER, in der Vergangenheit immer wieder beschäftigen. Da jetzt aber auch schon Motorradfahrer, vor einem Zug, durch die Gleise fahren und dadurch sich und anderere in Lebensgefahr bringen ist ein neues und für die Bundespolizei erschreckendes Phänomen.

Der Vorfall ereignete sich Montagabend (02. Mai) auf der Bahnstrecke zwischen Gelsenkirchen-Zoo und Wanne-Eickel. Der Triebfahrzeugführer der RB 43 befand sich mit seinem Zug auf dem Weg von Dorsten nach Dortmund. Im Bereich der Thiesstraße in Wanne-Eickel konnte er in der Zugstrecke, mitten in den Gleisen, gleich vier Motorcross-Maschinen erkennen, die vorm dem Zug, in gleicher Richtung unterwegs waren.

Sofort leitet der 37-jährige Triebfahrzeugführer eine Schnellbremsung ein, um die Motorräder nicht zu erfassen. Nachdem die "lebensmüden" Fahrer der Motorräder den Zug registriert hatten, steuerten sie ihre Maschinen aus den Gleisen in ein angrenzendes Gebüsch und klappten nach Aussage des 37-Jährigen ihre Kennzeichen hoch, damit sie nicht abgelesen werden konnten. Trotzdem konnte er sich zwei Kennzeichen notieren. Anschließend entfernten sich die Motorräder von den Gleisen in unbekannte Richtung.

Durch die Schnellbremsung kam nach derzeitigem Kenntnisstand niemand im Zug zu schaden. Auch der Zug selber wurde nicht beschädigt.

Die Bundespolizei konnte anhand der vom Triebfahrzeugführer notierten Kennzeichen, zwei Fahrzeughalter ermitteln. Ob diese auch die Maschinen gesteuert haben, müssen nun weitere Ermittlungen ergeben.

Zeugen, die Hinweise zu den Motorcross Fahrern geben können, die sich am 02. Mai gegen 19:50 Uhr im Bereich der Thiesstraße in Wanne-Eickel, an der dortigen Bahnstrecke aufgehalten haben, werden gebeten sich mit der Bundespolizei unter der kostenlosen Servicenummer 0800 6 888 000 in Verbindung zu setzen.

Die Bundespolizei weist daraufhin, dass jeder Aufenthalt im Gleisbereich, mit tödlichen Gefahren verbunden ist und in der Regel den Straftatbestand des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr erfüllen kann. Nicht umsonst wird diese Norm mit bis zu 10 Jahren Freiheitsstrafe sanktioniert.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Dortmund

Volker Stall
Telefon: 0231 562247-132
E-Mail: bpoli.dortmund.presse@polizei.bund.de

Untere Brinkstraße 81-89
44141 Dortmund

www.bundespolizei.de

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.

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