Feuerwehr Herdecke

FW-EN: Schwerer Verkehrsunfall auf der Hagener Straße: 21- jährige Dortmunderin verstirbt noch an der Unfallstelle!

Herdecke (ots) - Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Hagener Straße (Umgehungsstraße, B 54) wurde am Montag um 13:15 Uhr über den Notruf 112 und direkt an der nahe gelegenen Feuerwache gemeldet.

Bereits nach vier Minuten waren die ersten Kräfte an der Einsatzstelle. Der Einsatzführungsdienst stellte fest, dass ein Landrover und eine Mercedes A-Klasse frontal zusammen gestoßen waren. In dem stark deformierten Mercedes war eine 21- jährige Patientin eingeklemmt. In dem Landrover befanden sich ebenfalls zwei Personen im Alter von 58 und 62 Jahren. Es war zunächst unklar, ob ein Fahrzeug brannte.

In der Erstphase waren mehrere Passanten bei den Fahrzeugen um Erste Hilfe zu leisten. Weitere standen mit einem Feuerlöscher bereit. "Leider gab es auch Passanten die statt zu helfen lieber Fotos und Videos mit Smartphones machten. Ein solches Verhalten verurteilen wir als Feuerwehr zutiefst", so Feuerwehrsprecher Daniel Heesch.

Neben der rettungsdienstlichen Erstversorgung wurde die 21- jährige Dortmunderin durch eine "Sofortrettung" zeitnah aus dem total zerstörten Fahrzeug gerettet. Es bestand akute Lebensgefahr, daher wurde unverzüglich mit der Wiederbelebung der Patientin begonnen.

Die zwei Personen im Landrover aus Herscheid wurden bis zum Eintreffen weiterer Rettungsmittel durch die Feuerwehr erstversorgt. Danach befreiten die Feuerwehrleute beide Personen mit hydraulischem Schneid- und Spreizgerät aus dem Landrover.

Die Reanimation der 21- jährigen Patientin wurde lange durchgeführt. Trotz der intensiven Bemühungen der Einsatzkräfte verstarb die junge Patientin noch an der Einsatzstelle.

Aufgrund der schweren Verletzungen entschied sich der Einsatzleiter auch zwei Rettungshubschrauber einzusetzen. Einer davon landete direkt auf der Hagener Straße und der andere auf dem nahen Bleichsteingelände. Dadurch sollten zeitnah weitere Notärzte heran geführt und ein schneller Abtransport der Patienten in geeignete Spezialkrankenhäuser ermöglicht werden.

Die Fahrerin des Landrover wurde mit dem Rettungshubschrauber "Christoph Dortmund" in ein Bochumer Krankenhaus geflogen. Der Beifahrer wurde mit einem Rettungswagen in ein örtliches Krankenhaus transportiert. Da bei der Alarmierung zunächst unklar war, wie viele Verletzte es gab, wurden mehrere Rettungsmittel aus den umliegenden Städten (u.a. Witten, Dortmund, Ennepetal, Schwelm) angefordert. Weiterhin waren der Einsatzleitwagen "Rettungsdienst" des Ennepe-Ruhr-Kreises, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst (Feuerwehr Witten) sowie der Leitende Notarzt (Schwelm) eingesetzt. Diese bildeten unter der Gesamteinsatzleitung der Feuerwehr den Einsatzabschnitt "medizinische Rettung".

Die zusätzlich alarmierte Feuerwehr Wetter (Löschzug Alt-Wetter) sicherte die Landung des Rettungshubschraubers "Christoph Westfalen" am Bleichstein. Der Hubschrauber wurde jedoch nicht mehr benötigt.

Die Feuerwehr Witten (Löschzug Bommern) stellte zusammen mit der Feuerwehr Wetter während des laufenden Einsatzes den Grundschutz in Herdecke sicher. Es kam zu einem Paralleleinsatz auf der Wittbräucker Straße. Hier sollte es zu einer unbekannten Rauchentwicklung gekommen sein, vor Ort konnte aber nichts festgestellt werden.

Die Polizei unterstützte den Menschenrettungseinsatz mit allen verfügbaren Kräften. "Gerade in der Erstphase hat die Polizei auf der Bundesstraße den benötigten Freiraum für uns Feuerwehreinsatzkräfte geschaffen", so Einsatzleiter Christian Arndt. Anschließend nahm die Polizei die Ursachenermittlung auf. Laut Polizeiangaben wird der Sachschaden auf 20.000 Euro geschätzt. Die Unfallaufnahme der Polizei wurde durch die Feuerwehr unterstützt. Bis ca. 18 Uhr war die Hagener Straße komplett gesperrt. Es kam in Herdecke zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Alle Rettungskräfte führten nach Einsatzende eine Nachbesprechung an der Feuerwache durch. Da ein solcher schwerer Unfall auch für die Einsatzkräfte eine psychische Belastung darstellt, stand den Einsatzkräften eine speziell ausgebildete Person zur Verfügung.

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