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07.04.2017 – 11:45

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Polizei warnt vor Betrügern - Anrufer geben sich als Polizei- und Kriminalbeamte aus und setzen Geschädigte moralisch unter Druck - sie sollen u.a. Observationskosten der Polizei übernehmen

Wilhelmshaven (ots)

Bei der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland wurden in den letzten Tagen eine Vielzahl von Anrufen registriert, bei denen sich die Betrüger unter Nutzung einer nicht existenten Nummer als Polizei- und Kriminalbeamte ausgeben.

Die Betrüger rufen in der Regel ältere Personen an und geben sich als Kriminal- bzw. Polizeibeamter aus, um auf verschiedenste Art und Weise an Bankdaten oder gleich ans Bargeld zu kommen. In einem der aktuellen Fälle erhielt eine 80-Jährige am vergangenen Mittwochabend, 05.04.2017, einen Anruf eines angeblichen Polizeibeamten. Dieser gab an, dass zwei Personen festgenommen wurden, bei denen eine Namensliste aufgefunden worden sei auf der sie auch auftauchen würde. Die Polizei müsse nun über die Vermögenswerte Bescheid wissen, um gewisse Vorsichtsmaßnahmen treffen zu können. Zum Glück hat die 80-Jährige in diesem Fall keine weiteren Angaben gemacht und sich an die Polizei gewandt.

"Die Gesprächsführung ist absolut professionell", betont Andrea Papenroth, Pressesprecherin der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland.

In zwei Fällen wurden Senioren aus Wilhelmshaven derartig unter Druck gesetzt, dass sie mehrmals mit einem Taxi zu der nächstgelegenen Filiale eines internationalen Finanzdienstleisters ganz nach Wittmund fuhren, um dort Überweisungen ins Ausland zu tätigen. Die Betrüger gaben am Telefon an, dass man seitens der Polizei Observationsmaßnahmen planen würde; diese wären erforderlich, um die Täter dingfest machen zu können. Für diese Ermittlungsmaßnahmen wären vierstellige Summen fällig. Die Anrufer machten den Senioren glaubhaft, dass eine Überführung der Täter nun von deren Hilfeleistung abhängen würde. Außerdem lockten sie damit, dass man ihre Unterstützung bei einem möglichen polizeilichen Erfolg in der Presse veröffentlichen würde.

"Das perfide bei dem neuen Vorgehen ist, dass die Geschädigten moralisch derartig unter Druck gesetzt werden, dass sich die oftmals älteren Bürgerinnen und Bürger geradezu genötigt sehen, Geld locker zu machen, um der Polizei zu helfen."

Bis zum Donnerstabend erreichten die Polizeiinspektion 15 angezeigte Fälle, sowohl aus dem Landkreis Friesland, als auch aus der Stadt Wilhelmshaven. Hierbei dürfte die Dunkelziffer über die tatsächlichen Anrufe jedoch hoch sein.

Bei den Anrufen werden im Display nicht existente Nummern angezeigt. Hier handelt es sich um eine weitere Betrugsmasche, dem sogenannten "Spoofing". "Mit Hilfe moderner Technik wird bei einem Anruf eine gefälschte Telefonnummer angezeigt. Es ist grundsätzlich möglich, dass jede beliebige Telefonnummer, also auch die Rufnummer 110, im Display erscheint. Straftäter haben so die Möglichkeit, sich ohne Misstrauen als Polizei- oder Kriminalbeamte auszugeben." erklärt Papenroth.

Die Polizei rät

Seien sie bei Anrufen - wenn sie sich nicht absolut sicher sind, das Gegenüber zu kennen - stets misstrauisch, erteilen sie per Telefon keine Auskünfte und gehen sie auf keine Geldgeschäfte ein. Verständigen sie im Zweifelsfall die Polizei!

Die Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland bietet außerdem in dem Zusammenhang kostenlose Beratungen an und beantworten gerne Ihre Fragen:

Für den Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland stehen Ihnen als Ansprechpartnerin Katja Reents unter der Rufnummer 04421/942-108, für den Bereich Varel Eugen Schnettler 04451/923-146 und für Jever Wiard Wümkes unter der Rufnummer 04461/9211-181 zur Verfügung.

Rückfragen bitte an:

Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland
Pressestelle Wilhelmshaven
Telefon: 04421/942-104
und am Wochenende über 04421 / 942-215
www.polizei-wilhelmshaven.de

Original-Content von: Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland, übermittelt durch news aktuell

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