Polizeiinspektion Wilhelmshaven / Friesland

POL-WHV: Ergebnisse und Fazit der Geschwindigkeitsmesswoche in der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland

Wilhelmshaven (ots) - Wilhelmshaven/Friesland:

Nach Ablauf der Geschwindigkeitsmesswoche, die in der Zeit vom 19.-26.06.2014 zum dritten Mal im Bereich der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland durchgeführt worden ist, zieht der Leiter Einsatz der Inspektion, Polizeidirektor Klaus-Dieter Schulz, nach Auswertung der Zahlen folgendes Fazit:

"Die Woche hat wieder gezeigt, dass kontinuierliche Geschwindigkeitsmessungen für die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei und der Kommunen absolut notwendige Maßnahmen sind, um eine dauerhafte Reduzierung der zu hohen Geschwindigkeiten und damit verbunden einen Rückgang von Verkehrsunfällen mit schweren Folgen zu erreichen. Es geht hierbei um einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und damit um den Schutz von Leben und Gesundheit von Menschen".

Die Anzahl der eingesetzten Polizeibeamten, inklusive der Mitarbeiter der Kommunen, lag in dieser Woche bei ca. 175 Beschäftigten.

In der Zeit zwischen 06.00 Uhr morgens bis 03.00 Uhr nachts wurden täglich zwischen 6 - 8 Stunden Geschwindigkeitsmessungen im Landkreis Friesland und in der Stadt Wilhelmshaven durchgeführt. An rund 120 unterschiedlichen Messstellen im Inspektionsbereich wurden in der Woche über 200 Messungen vorgenommen.

Die Anzahl der kontrollierten bzw. gemessenen Fahrzeuge, inklusive Zweiräder und LKW, betrug ca. 50.000, wobei die Beamten dabei mit über 100 jungen Menschen im Alter zwischen 18-24 Jahren verkehrserzieherische Gespräche geführt haben.

Im Rahmen der Geschwindigkeitsmesswoche hat die Polizei mit den kommunalen Stellen mittels verschiedener Messgeräte 2500 Verstöße festgestellt, die hauptsächlich im Bereich der überhöhten Geschwindigkeit lagen.

Im Bußgeldbereich (Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 21 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit), wurden etwa 600 Verstöße festgestellt. Ca. 40 Verstöße lagen beklagenswerterweise im Fahrverbotsbereich (Geschwindigkeitsüberschreitungen von über 31 bzw. 41 km/h). U.a. waren hierbei auch junge Fahrer in der Altersgruppe 18-25 Jahre vertreten.

Spitzenreiter war allerdings ein 67-jähriger Mann aus dem Rheinland, der mit einem sehr gut motorisierten Fahrzeug auf der B 437 zwischen Varel und der Wesermarsch mit Tempo 162 bei erlaubten 70 km/h unterwegs war.

Auf der L 815 wurden u.a. zwei Motorradfahrer kontrolliert, die in der 70er Zone mit Geschwindigkeiten von 147 und 141 km/h unterwegs waren. Beiden Motorradfahrern wird aufgrund der deutlichen Geschwindigkeitsüberschreitungen von 77 u. 71 km/h vorsätzliches Handeln unterstellt. Sie müssen daher mit einem Bußgeld von 1200 Euro, 3 Monaten Fahrverbot und mit 2 Punkten rechnen.

Zu einem weiteren Brennpunkt scheint sich die neue B 210 zu entwickeln. Neben über 400 Geschwindigkeitsverstößen in der Messwoche an dieser Stelle (etwa ein Drittel im bußgeldpflichtigen Anzeigebereich) wurden 6 Verstöße im Fahrverbotsbereich festgestellt (189, 165, 161, 156, 155, 154 km/h) Auch hier drohen den Verkehrsteilnehmern Geldbußen zwischen 480 bis 1200 Euro, 1-2 Monate Fahrverbot und 2 Punkte.

Im Rahmen der Geschwindigkeitsmesswoche waren auch mehrere sogenannte Videowagen der Polizei (PPS-Fahrzeuge) im Einsatz. Neben den Geschwindigkeitsverstößen ahndeten die Beamtinnen und Beamte auch acht Abstandsverstöße an der B 210.

Am Montagnachmittag stellte die Besatzung eines der eingesetzten Video-Wagen einen Motorradfahrer fest, der mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h in einer 70er Zone an der L 815 unterwegs war. In diesem Fall handelte es sich um einen jungen Mann im Alter von 24 Jahren. Der Landkreis Friesland wird auch hier ein Fahrverbot mit einem hohen Bußgeld verhängen.

Neben den Verkehrsordnungswidrigkeiten stellten die Beamten ferner eine Alkoholtrunkenheitsfahrt, fünf Fälle von Fahren ohne Fahrerlaubnis, sowie einen Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz fest.

Aus diesem Grund kündigte Klaus-Dieter Schulz an: "Die vielen Verstöße zeigen uns ganz deutlich, wie wichtig die Messungen auch in der Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland sind. Wir werden daher nicht in dem Bestreben nachlassen, regelmäßig über das ganze Jahr verteilt in der Stadt Wilhelmshaven und im Landkreis Friesland, die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmerinnen- und Teilnehmer zu überwachen. Nur so können wir langfristig und nachhaltig eine Verhaltensänderung in diesem Bereich erzielen".

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