Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen

ZPD: Premiere von "Namene", einem bundesweit einmaligen Präventionskonzept an Schulen

Das große Finale: Die Musikerinnen und Musiker des Polizeiorchesters Niedersachsen spielen gemeinsam mit den Schulkindern das mitreißende Schlussstück

Hannover (ots) - Das Polizeiorchester Niedersachsen präsentiert die Premiere von "Namene", einem neuen Mitmachprogramm für Dritt- und Viertklässler

"Mit der Premiere von "Namene" schlagen wir ein neues Kapitel in der wichtigen polizeilichen Präventionsarbeit an Schulen auf. In der bundesweiten Betrachtung aller Vorbeugungsangebote speziell für Kinder an Schulen ist dieser Ansatz einmalig", freute sich Polizeipräsident Uwe Lührig heute bei der Vorstellung des interaktiven Angebots für Dritt- und Viertklässler in Hannover. Das neue Programm ersetzt ab sofort die Schulworkshops alter Art, mit denen das Polizeiorchester Niedersachsen seit 1999 bereits bei rund 300 Auftritten landesweit über 40.000 Schülerinnen und Schüler erreichte. Schon dieses Projekt lief sehr erfolgreich.

"Bereits mit dem nun abgelösten Ansatz leistete die Zentrale Polizeidirektion Niedersachsen mit seinem Polizeiorchester eine wichtige und wirksame Unterstützung der zahlreichen Kolleginnen und Kollegen der Polizeibehörden vor Ort, junge Menschen schon früh für Themen wie Gewalt an der Schule oder Cyber-Mobbing zu sensibilisieren", sagte Uwe Lührig. Während das alte Konzept - gespickt mit kindgerechten Aspekten der Prävention - eher eine sinnvolle Ergänzung des Musikunterrichts darstellte, binde der neue Ablauf die Dritt- bis Viertklässler noch viel intensiver in aktuelle Themen wie Vorbeugung von Gewalt, Zivilcourage und den Umgang mit sozialen Netzwerken ein, so der Behördenleiter weiter. "Wir dürfen als Polizei in Niedersachsen nicht nachlassen, die Schulen als unsere Netzwerkpartner mit zeitgemäßen Angeboten und Lösungsansätzen aktiv zu unterstützen. "Namene" als spannend erzähltes und ansprechend musikalisch unterlegtes Mitmachprogramm wird in diesem Sinne, davon bin ich überzeugt, noch viel Positives bewirken", äußerte Uwe Lührig abschließend zuversichtlich.

Das bisherige Konzept der Schulworkshops ist mit Unterstützung vom Landeskriminalamt Niedersachsen und von Thiemo Kraas, einem namhaften Musikpädagogen und Komponisten für Blech- und Holzblasmusik aus dem Sauerland, grundlegend inhaltlich sowie didaktisch überarbeitet und verändert worden. Das in drei Teilen gegliederte Programm erzählt die fiktive Geschichte von Namene. Das junge Mädchen ist in Deutschland geboren, doch ihre Eltern kommen ursprünglich aus Ghana.

Aufgrund ihrer Hautfarbe wird sie in der Schule ausgegrenzt, gemieden und gemobbt. Wie genau dies geschieht und wie Namene darauf reagiert, das erzählt Polizeihauptkommissar Detlef Krenz vom Polizeiorchester Niedersachsen einfühlsam den Schulkindern im ersten Teil des Programms. Dabei wird er - je nach Tonlage seiner Erzählungen - stimmgewaltig unterstützt von seinen Musikerkolleginnen und -kollegen.

Im zweiten Teil stehen der polizeilich angeleitete Austausch mit den Schulkindern zum Umgang mit sozialen Medien und zur Gewaltvermeidung sowie das gemeinsame Einstudieren eines Musikstücks auf der Agenda. Zum Schluss werden schließlich alle gehörten und zwischenzeitlich gelernten Aspekte in einem musikalisch beeindruckenden Finale unter Mitwirkung aller Beteiligten zusammengeführt.

"Bereits in unseren Schulworkshops haben wir die Erfahrung gemacht, dass Schülerinnen und Schüler über das Medium Musik auf aktuelle Themen der Vorbeugung sehr interessiert und offen ansprechen. Das hat uns dazu inspiriert, unser Konzept komplett weiterzuentwickeln und schließlich ganz neu auszurichten", beschrieb Thomas Boger, Leiter des Polizeiorchesters Niedersachsen, die Anfänge von Namene. Die besondere Herausforderung dabei: die pädagogisch-didaktisch sinnvolle Zusammenführung von Themen, Inhalten und der dafür geeigneten Musik. Als Glücksfall erwies sich dabei die Zusammenarbeit mit Thiemo Kraas und den Präventionsexperten des LKA Niedersachsen. "Nach einem fast einjährigen Reifeprozess ist nun ein Stück entstanden, dass nicht nur musikalische und polizeilich-inhaltliche Ansprüche miteinander vereint, sondern - und das ist uns ganz wichtig - den Kindern ganz viel Raum zum Mitmachen bietet", äußerte sich Thomas Boger zufrieden.

"Auch an meiner Schule sind Ausgrenzung, Mobbing oder Gewalt ein Thema der präventiven Unterrichtsarbeit", sagte Hilke Bertram, Rektorin der Grundschule Wendlandstraße in Hannover. "Um diesen Phänomenen wirksam begegnen zu können, gehen wir die Dinge nicht nur schulintern offen-konstruktiv an, sondern pflegen auch einen intensiven Dialog mit der Polizei. Für mich ist es etwas Besonderes, dass wir über das bereits bestehende polizeiliche Beratungsangebot hinaus hier bei uns die Premiere von "Namene" erleben dürfen", zeigte sich die Schulleiterin erfreut. "Viele unserer Schülerinnen und Schüler kennen die für uns zuständige Kontaktbeamtin der Polizeidirektion Hannover. Jetzt erfahren sie darüber hinaus die Polizei von einer ganz anderen, nämlich ihrer musikalischen Seite", so Hilke Bertram vor dem Auftritt des Polizeiorchesters abschließend./wo

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