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01.10.2015 – 12:39

Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW

POL-LZPD: ZIS-Jahresbericht Saison 2014/15 Weniger Gewalt beim Fußball - Sicherheitslage weiter angespannt

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Duisburg (ots)

In der Saison 2014/15 gab es bundesweit weniger Gewalt beim Fußball. Laut Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) sank die Zahl der Verletzten im Vergleich zur Vorsaison um 24 Prozent auf 1.204. Auch die Zahl der von der Polizei registrierten Straftaten ging deutlich zurück. Die Beamten leiteten 8.329 Strafverfahren ein, rund 14 Prozent weniger als in der Vorsaison. "Der starke Rückgang bei der Anzahl verletzter Personen ist eine gute Nachricht", sagte Polizeidirektor Jürgen Lankes, Leiter der ZIS, heute in Duisburg. Gleichzeitig mahnte er aber zur Vorsicht bei der Bewertung der statistischen Daten. Denn im langfristigen Vergleich liegen die Zahlen nach wie vor auf hohem Niveau. "Ob diese Entwicklung den Beginn eines anhaltenden Positivtrends markiert, können erst die nächsten Jahre zeigen", erläuterte Lankes. "Die Sicherheitslage rund um Fußballspiele bleibt weiter angespannt."

Auch die Arbeitsbelastung der Polizei ging in der vergangen Saison leicht zurück. Sie sank im Spielbetrieb der 1. bis 3 Liga um rund acht Prozent. Zeitgleich stieg die Zuschauerzahl um 1,4 Prozent auf ca. 21 Millionen Zuschauer. "Das bedeutet, dass Polizistinnen und Polizisten in der vergangenen Saison in den drei Ligen immer noch über 2,2 Millionen Arbeitsstunden bei Fußballeinsätzen geleistet haben", erläuterte Lankes. Rein rechnerisch waren damit bundesweit 1.718 Polizeibeamtinnen und -beamte durchgängig mit der Bewältigung von Fußballeinsätzen beschäftigt.

Die Einschätzung der einsatzführenden Polizeibehörden hinsichtlich der Anzahl gewaltbereiter Störer in den Fanszenen ist nahezu gleichgeblieben. 13.455 gewaltbereite beziehungsweise gewaltsuchende Personen meldeten die Behörden für die abgelaufene Saison. Das entspricht den Vorjahreszahlen. "Wir beobachten weiterhin einen hohen Organisationsgrad innerhalb der Ultraszenen bei typischen Störungen", sagte Lankes. "In den Gruppen werden nach wie vor, teilweise planmäßig, gruppendynamische Prozesse ausgenutzt, um sich Maßnahmen der Polizei zu widersetzen, Pyrotechnik zu zünden oder Gewalt aus der Gruppe heraus auszuüben."

Die Tatorte der von der Polizei registrierten Straftaten liegen dabei weiterhin zu einem großen Teil im Stadion oder im unmittelbaren Umfeld der Arenen. Rund drei Viertel der Taten geschehen dort. "Das ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Störer nach wie vor die Nähe zu den Veranstaltungsorten als Bühne für ihre Gewalt nutzen", erklärte Lankes. Die Anzahl der bekanntgewordenen Störungen auf Reisewegen ging zurück. Sie sank um 40 Prozent auf 88 Sachverhalte.

Im langfristigen Vergleich der 1. und 2. Liga in der 12-Jahres-Übersicht spiegelt sich die nach wie vor angespannte Sicherheitslage wider. Im Vergleich zur Saison 2003/04 registriert die Polizei 2014/15 fast doppelt so viele Straftaten und die dreifache Zahl an verletzten Personen. Auch die Arbeitsbelastung der Polizei liegt um fast 700.000 Stunden höher. "Das zeigt, dass das Bemühen um weniger Gewalt im Fußball von allen beteiligten Institutionen nicht nachlassen darf", bekräftigte Lankes. "Wir brauchen einen langfristigen Positivtrend, um die Situation im Grundsatz zu verbessern."

Die ZIS ist Teil des Landesamtes für Zentrale Polizeiliche Dienste der Polizei NRW. Sie sammelt, bewertet und steuert bundesweit alle wichtigen Informationen zu Sporteinsätzen, insbesondere zu Fußballspielen, zwischen den Sicherheitsbehörden und allen weiteren für die Sicherheit relevanten Institutionen. Seit der Saison 2013/14 werden die Daten der 1. bis 3. Liga nach einheitlichen Kriterien erfasst. Zuvor galt das für die beiden Bundesligen. Wir bitten, diesen Umstand bei langfristigen Vergleichen des Zahlenmaterials zu berücksichtigen. Die in der Pressemitteilung genannten Daten beinhalten den direkten Vergleich der Saison 2013/14 mit der Saison 2014/15 für die 1. bis 3. Liga. Weitere detaillierte Darstellungen auch zum Langfristvergleich finden Sie im ZIS-Jahresbericht, der Ihnen hier zum Download zur Verfügung steht:

http://www.polizei-nrw.de/media/Dokumente/ZIS_Jahresbericht_2014_15.pdf

Die Zahlen zum NRW-Bericht der Landesinformationsstelle Sporteinsätze finden Sie hier:

http://www.polizei-nrw.de/media/Dokumente/NRW_Jahresbericht_2015_15.pdf

Rückfragen bitte an:

Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW
Pressestelle LZPD NRW
Telefon: 0203 41 75 72 40
E-Mail: pressestelle.lzpd@polizei.nrw.de
http://www.lzpd.de

Original-Content von: Landesamt für Zentrale Polizeiliche Dienste NRW, übermittelt durch news aktuell

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