Kreispolizeibehörde Viersen

POL-VIE: Nettetal-Kaldenkirchen/Viersen-Dülken: Kinder als Tageswohnungseinbrecher angehalten

KD Lantermann

Nettetal-Kaldenkirchen/Viersen-Dülken: (ots) - Dank der Aufmerksamkeit und des sofort abgesetzten Notrufs über 110 gelang es der Polizei am Donnerstag zwei mutmaßliche Wohnungseinbrecher in Gewahrsam zu nehmen. Es handelt sich um zwei angeblich 10 und 12 Jahre alte Jungen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Der jüngere gab an, belgischer Staatsangehöriger zu sein. Der ältere gibt an, die rumänische Staatsangehörigkeit zu besitzen. Bei beiden dürfte es sich um Brüder oder enge Verwandte handeln, die sich nicht ausweisen konnten und angeblich über keinen festen Wohnsitz in Deutschland verfügen. Mindestens der jüngere Tatverdächtige dürfte sich bereits eine geraume Zeit in Deutschland aufhalten, denn er ist bereits mehrfach polizeilich als Tageswohnungseinbrecher aufgefallen. Die strafunmündigen Kinder wurden nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen dem Jugendamt übergeben, da Erziehungsberechtigte nicht bekannt wurden. Der erste Notruf bei der Polizei ging am Donnerstag, um 10:58 Uhr, aus Kaldenkirchen ein: Der Bewohner eines Einfamilienhauses auf der Bahnhofstraße erwachte, weil vehement geschellt worden war. Als er im Erdgeschoss ankam, sah er noch einen jungen Mann, der sich in Richtung Rewe-Markt zu Fuß entfernte. Kurze Zeit später hörte der Bewohner verdächtige Geräusche, die von seiner Terrassentür kamen. Bei einer Nachschau sah er einen jungen Mann, der im Begriff war, die Tür aufzuhebeln. Im Hintergrund erkannte er den Jungen, der zuvor bei ihm geschellt hatte. Der Bewohner machte auf sich aufmerksam, worauf die beiden Jungen flüchteten. Der Bewohner informierte sofort über Notruf die Polizei, deren Fahndung jedoch zunächst ergebnislos verlief. Noch während der laufenden Fahndungsmaßnahmen ging um 11:53 Uhr ein weiterer Notruf bei der Polizeileitstelle ein. Ein aufmerksamer Bürger aus Boisheim meldete, dass zwei junge Männer im Bereich Klinkhammer an Wohnhäusern schellten. Die vom Anrufer abgegebene Personenbeschreibung passte auf die mutmaßlichen Einbrecher von Kaldenkirchen. Die Polizei intensivierte daraufhin ihre Fahndungsmaßnahmen im Bereich Viersen. Um 12:25 Uhr meldete eine Streifenwagenbesatzung der Viersener Polizeiwache dann die Ingewahrsamnahme der beiden Tatverdächtigen. Die Einsatzkräfte hatten die beiden Jungen auf der Schrick angetroffen. Der Bewohner des Hauses in Kaldenkirchen erkannte die beiden später auf Lichtbildern eindeutig als die Jungen wieder, die an seiner Terrassentür gehebelt hatten. Ob weitere Wohnungseinbrüche bzw. Einbruchsversuche am gestrigen Vormittag ebenfalls den beiden Kindern anzulasten ist, müssen die weiteren Ermittlungen ergeben. Hinweise auf verdächtige Beobachtungen nimmt das KK 2 unter der Rufnummer 02162/377-0 entgegen. Der Leiter der Kriminalpolizei und Verantwortlicher für das landesweite Projekt "Riegel vor" im Kreis Viersen, Kriminaldirektor Siegfried Lantermann, bedankt sich bei den Zeugen: "Genau dies sind die Situationen, die wir immer wieder schildern, wenn wir die Bevölkerung bitten, uns sofort über 110 über verdächtige Wahrnehmungen zu unterrichten. Dass der Bürger, der einen Einbrecher auf frischer Tat antrifft, die 110 wählt, ist sicherlich ohne Zweifel in der Bevölkerung als richtig und "normal" akzeptiert. Zweifel, das Richtige zu tun, haben aber viele Menschen, wenn sie zwei Kinder am Vormittag beobachten, die an Haustüren schellen. Dafür den Notruf der Polizei zu wählen, erscheint vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht angemessen. Das aber sind genau die Beobachtungen, die wir sofort benötigen, um - wie im vorliegenden Fall geschehen- Einbrecher dingfest machen zu können. Ob es sich um einen Schülerstreich "Schellemännchen" handelt oder um Einbrecher, die Tatobjekte ausbaldowern, überprüfen unsere Einsatzkräfte vor Ort. Bei dem aufmerksamen Bürger aus Boisheim wird sich der Abteilungsleiter Polizei noch bedanken. Schieben Sie mit uns gemeinsam den Einbrechern einen Riegel vor und scheuen Sie sich nicht, Beobachtungen, die ein komisches Gefühl verursachen, über die 110 der Polizei zu melden. Sicher ist sicherer!"/ah (1296)

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