Kreispolizeibehörde Viersen

POL-VIE: Nachtragsmeldung: Dem Kleinkind geht es nach der Verkehrsunfallflucht besser - ein ausdrücklicher Dank gebührt dem vorbildlich handelnden Zeugen

Viersen (ots) - Dem dreijährigen Mädchen, das gestern bei einer Verkehrsunfallflucht aus dem Kinderwagen geschleudert wurde (Meldung 54 vom 9. Januar), geht es besser. Das Mädchen aus Viersen befindet sich noch in stationärer Krankenhausbehandlung, schwebt aber nach dem aktuellen Kenntnisstand der Polizei nicht in Lebensgefahr. Die Mutter des Kleinkinds erlitt einen Schock. Gegen den mutmaßlichen Unfallfahrer ermittelt die Polizei wegen Verdachts der Verkehrsunfallflucht und fahrlässigen Körperverletzung. Zudem werfen die Ermittler dem Mann vor, unter Alkoholeinfluss gestanden zu haben. Nach einem Vortest hatte der Mönchengladbacher knapp 1 Promille Alkohol im Blut, als der Unfall passierte. Der Verdächtige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen im Laufe des Donnerstagabends nach Hause entlassen.

Ein vorbildliches und couragiertes Zeugenverhalten zeigte ein 26-jähriger Autofahrer. Der Viersener befuhr zur Unfallzeit mit seinem Pkw die Goetersstraße in Richtung Freiheitsstraße. Er beabsichtigte, nach rechts auf die Freiheitsstraße einzubiegen und realisierte, dass es an der Fußgängerfurt offenbar einen Verkehrsunfall gegeben hatte. Der Autofahrer sah, wie der mutmaßliche Unfallverursacher sich mit seinem Pkw über die Freiheitsstraße in Richtung Mönchengladbach entfernte. Daraufhin nahm der Autofahrer die Verfolgung des Flüchtigen auf. Der Unfallbeteiligte überfuhr nach Aussagen des Zeugen das Rotlicht an der Einmündung Lindenstraße, hielt aber an der nächsten roten Ampel an der Kreuzung Bahnhofstraße an. Dies nutzte der Zeuge, um sich seitlich schräg vor das Unfallfahrzeug zu setzen und den Mann durch das heruntergelassene Fenster aufzufordern, zum Unfallort zurück zu kehren. Daraufhin setzte der Vitusstädter seine Flucht über die Bahnhofstraße fort. Der Zeuge reagierte vorbildlich: Er verfolgte den Flüchtigen und nahm sofort telefonischen Kontakt zur Polizei auf. Er gab den Beamten der Leitstelle so stetig aktuelle Standortdurchsagen. Die sofort ausgelöste Fahndung führte dann wenig später auf der Eichenstraße zum Erfolg. Die Fahndungskräfte stellten den Unfallfahrer. Die Ermittlungen dauern an.

Der Leiter der Direktion Verkehr, POR Peter Opdensteinen: "Dem Zeugen gebührt Dank und Anerkennung. Er hat sich vorbildlich verhalten und Zivilcourage bewiesen, ohne sich dabei unnötig in Gefahr zu bringen. Er hat couragiert die Verfolgung des flüchtigen Fahrzeugs aufgenommen. Als er merkte, dass der mutmaßliche Unfallverursacher nicht auf seine Ansprache reagierte, hat der Mann sofort die Polizei hinzugerufen und den Fahrer besonnen bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte im Auge behalten. Er hat den Kontakt zur Leitstelle gehalten und uns durch seine besonnenen, klaren Standortdurchsagen die Arbeit erleichtert und für ein schnelles Ende der Flucht und Gefahr gesorgt."

Ein leitender Vertreter Kreispolizeibehörde Viersen wird sich in den nächsten Tagen noch ausdrücklich auch persönlich bei dem Zeugen melden und bedanken./ah (58)

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