Kreispolizeibehörde Olpe

POL-OE: Unfallkommission bilanzierte Maßnahmen zur Unfallbekämpfung

Mitglieder der Unfallkommission im Kreis Olpe, Foto v.l.: Daniel Müller (Straßen.NRW), Heinz Kirchhoff, Thomas Becker (beide Fachdienst Straßenverkehr Kreis Olpe), Markus Kerstin (verdeckt, Bezirksregierung Arnsberg), Kathrin Köster (Stadt Lennestadt), Hans-Jürgen Schüttler (Kreispolizeibehörde Olpe),... mehr

Kreis Olpe (ots) - Am 20. März traf sich die Unfallkommission des Kreises Olpe zur jährlichen Vorher-Nachher-Untersuchung der Unfallhäufungsstellen im Olper Polizeigebäude.

In der Sitzung analysierte die Expertenrunde unter der Leitung von Heinz Kirchhoff, Leiter Fachdienst Straßenverkehr des Kreises Olpe, die umgesetzten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit an neun Unfallhäufungsstellen. Vertreten sind in dem Gremium unter der Federführung des Kreises Olpe die Verkehrsexperten der Städte und Gemeinden im Kreis Olpe, der Bezirksregierung Arnsberg sowie der Straßenbaulastträger und der Polizei. Die Kommission untersucht Unfallursachen, wenn die Polizei bei der Auswertung feststellt, dass an ein und derselben Stelle immer wieder gleichgelagerte Unfälle passieren. Sie arbeitet Maßnahmen aus, die weitere Verkehrsunfälle an den Örtlichkeiten vermeiden sollen.

"Unsere Arbeit zeigt deutliche Wirkung. So konnte die Zahl der Unfallhäufungsstellen im Kreis Olpe in den vergangenen Jahren von ehemals 80 auf 5 Örtlichkeiten verringert werden," stellte Heinz Kirchhoff in seiner Begrüßung fest.

Die umgesetzten Maßnahmen reichten von leicht umzusetzenden Sofortmaßnahmen, etwa dem Aufstellen von Verkehrszeichen oder Rückschnitt einer Hecke über Einrichtung einer Ampelanlage, bis hin zu umfangreichen Umbaumaßnahmen, beispielsweise Umbau einer Kreuzung zu einem Kreisverkehr. In regelmäßigen Abständen prüft die Kommission anschließend bei der sogenannten "Vorher-Nachher-Untersuchung" die Wirkung ihrer getroffenen und umgesetzten Maßnahmen an den Unfallhäufungsstellen.

In der jetzigen Sitzung zog die Kommission zu den 9 Unfallhäufungsstellen aus dem Jahr 2012 Bilanz. An den meisten Stellen wirkten die bereits umgesetzten Maßnahmen, so dass dort gar keine Verkehrsunfälle mehr auftraten und sie nun nicht mehr als Unfallhäufungsstelle gelten. Dies betrifft beispielsweise die Einmündungen K 697/Bremger Weg in Attendorn und L 512/K 27 in Würdinghausen, an denen Kreisverkehre eingerichtet wurden. Ebenso wurde die kurvenreiche Strecke auf der L 697 von Attendorn nach Helden entschärft, indem dort Leitpfosten und Richtungstafeln verdichtet wurden und eine doppelt durchgezogene Linie in der Fahrbahnmitte aufgebracht wurde. An der Unfallhäufungsstelle auf der K 7 in Grevenbrück (Eiskanal) gingen die Unfallzahlen ebenfalls stark zurück, nachdem hier die Griffigkeit der Fahrbahnoberfläche verbessert, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h reduziert und zusätzliche Richtungstafeln aufgestellt wurden. Probleme bereiten den Verkehrsexperten aber noch besonders zwei Straßenabschnitte, auf denen nach wie vor zahlreiche Unfälle - auch mit Personenschäden - geschehen. Dies betrifft zum Einen den Bereich des Bahnübergangs an der B 236 in Höhe der Grevenbrücker Kalkwerke. Trotz zahlreicher Maßnahmen, z.B. Reduzierung der erlaubten Geschwindigkeit auf 30 km/h und Aufstellung von Gefahrenzeichen, passieren hier immer noch zu viele Unfälle, die auf unangepasste Geschwindigkeit zurückzuführen sind. Die Kommission beschloss eine gründliche Oberflächenerneuerung der B 236 an dieser Stelle, die auch zeitnah im Mai 2014 umgesetzt wird. Ein weiterer kritischer Straßenabschnitt befindet sich im Bereich der Landstraße 687 von Rönkhausen in Richtung Wilde Wiese. Hier gibt es mehrere Kurven, in denen es regelmäßig schwere Verkehrsunfälle vor allem unter der Beteiligung von Motorradfahrern gibt. Unfallursache ist hier ebenfalls zumeist unangepasste Geschwindigkeit. Da sich die bisherigen Maßnahmen (Geschwindigkeitsbegrenzung, Kurvenrichtungstafeln, durchgezogene Linie, Überholverbot etc.) nicht positiv auswirkten, wird sich die Kommission noch einmal eingehend mit diesem Abschnitt beschäftigen und nach einer genauen Analyse weitere Maßnahmen umsetzen.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Olpe
Pressestelle Kreispolizeibehörde Olpe
Telefon: 02761 9269 2200
E-Mail: pressestelle.olpe@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/olpe

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Olpe, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Kreispolizeibehörde Olpe

Das könnte Sie auch interessieren: