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30.07.2014 – 11:08

Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

POL-NE: Warnung vor der "Enkeltrickmasche" - Unbekannter ergaunert hohe Geldsumme

Grevenbroich (ots)

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor Betrügern, die mit der so genannten "Enkeltrickmasche" erfolgreich waren.

Eine Senioren aus Grevenbroich fiel am Dienstag (29.07.) dem sogenannten "Enkeltrick" zum Opfer. Gegen 14:00 Uhr meldete sich erstmalig eine Anruferin bei der über 80 Jährigen. Der Unbekannten gelang es, die ältere Dame davon zu überzeugen, dass sie die Mutter ihres Schwiegersohnes sei. Diese schilderte nun der Seniorin, dass sie sich in einer finanziellen Notlage befindet und dringend Bargeld benötigt. Zwecks Regulierung der Angelegenheit befindet sie sich momentan in einer Kanzlei. Die Ausführungen klangen für die ältere Dame glaubhaft, sodass sie sich darauf einließ. Das Opfer fuhr mit einem Taxi, welches ihr von einem Angestellten der Kanzlei geschickt wurde, zur ihrer Bank am Montanushof. Dort holte sie das geforderte Geld ab. Zuhause angekommen, traf sie wie vereinbart auf die "Sekretärin" des Anwaltsbüros und übergab ihr auf der Straße das Geld. Anschließend verschwand die Frau unerkannt. Nachdem dem Opfer dann Zweifel an der Angelegenheit kamen, setzte sie sich später mit der Mutter ihres Schwiegersohns in Verbindung. Hierbei stellte sich heraus, dass unbekannte Täter erfolgreich den "Enkeltrick" angewendet hatten. Ihre Beute bestand aus mehreren tausend Euro; die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Eine vage Personenbeschreibung hinsichtlich der unbekannten Geldabholerin liegt vor: Zirka 25 bis 30 Jahre alt, lange blonde Haare, bunte Bluse, weiße Hose, etwas kräftigere Statur.

Personen, die im Verlaufe des Dienstagnachmittags (29.07.) verdächtige Beobachtungen im Bereich des Asternweg gemacht haben, werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 02131-3000 in Verbindung zu setzen.

Die Polizei nimmt den Vorfall nochmals zum Anlass, deutlich darauf hin zu weisen, sich auf eine Geldübergabe an fremde Personen überhaupt nicht ein zu lassen. Rufen sie den vermeintlichen Verwandten sofort zurück und fragen nach, ob dieser tatsächlich bei ihnen angerufen hat. Schnell wird sich klären, dass Betrüger versucht haben, an ihr Geld zu kommen. Erfahrungsgemäß halten sich Gruppen dieser Betrüger für einen längeren Zeitraum in einem bestimmten Gebiet auf. Daher ist nicht auszuschließen, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Betrugsversuchen kommt. Bei Anrufen dieser Art handelt es sich um den sogenannten "Enkeltrick", bei dem die Gutgläubigkeit und Hilfsbereitschaft älterer Menschen ausgenutzt wird. Im schlimmsten Fall händigen die Opfer Geld in der Annahme aus, dass sich ein Verwandter in einer finanziellen Notlage befindet. Tatsächlich handelt es sich bei dem Anrufer weder um einen Verwandten oder alten Bekannten, noch liegt eine finanzielle Notlage vor. Die Polizei rät daher, niemals Geld an fremde Personen auszuhändigen und sich sofort bei der Verwandtschaft nach der Richtigkeit des Anrufes zu erkundigen. Derartige Vorkommnisse sollten unverzüglich der Polizei gemeldet werden. Angehörige von älteren Menschen, die noch alleine in ihren Wohnungen leben, sollten mit den Seniorinnen und Senioren über die Masche der Betrüger sprechen.

Rückfragen bitte an:

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