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17.04.2014 – 11:33

Kreispolizeibehörde Rhein-Kreis Neuss

POL-NE: Versuchtem Raubüberfall ging sogenannter "Schockanruf" voraus

Grevenbroich-Südstadt (ots)

Am Mittwochnachmittag (16.04.), gegen 15:40 Uhr, klingelte eine bislang unbekannte männliche Person bei einem 56-jährigen Grevenbroicher auf der Straße "Zur Waldwiese". Als ihm geöffnet wurde, drang der Unbekannte sofort in die Wohnung ein und forderte die Herausgabe von Bargeld. Während es nun zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam, gelang es dem Bewohner, den Täter zunächst zu Boden zu bringen. Aufgrund seines erheblichen Widerstandes schaffte es der Eindringling mit einem Sprung über die Balkonbrüstung in den Nachbargarten unerkannt zu entkommen. Eine Fahndung nach dem Flüchtigen durch die zwischenzeitlich informierte Polizei verlief bislang ohne Erfolg. Der Täter konnte vom Opfer und von einem Zeugen, der den Flüchtigen über das Gartengrundstück verschwinden sah, folgendermaßen beschrieben werden: Etwa 25 bis -30 Jahre alt, ungefähr 175 Zentimeter groß, sportliche Figur, schwarze kurze Haare zirka 2Zentimeter lang, dunkel-braune Hautfarbe, braune Augen, gepflegte Erscheinung, bekleidet mit schwarzer Stoffhose, schwarzen Lederschuhen einem schwarzen Shirt und einem schwarzen sportlichen Jacket, vom Erscheinungsbild her könnte es sich um einen Mann aus Afghanistan oder Tschetschenien. Der Tatverdächtige erlitt bei der Auseinandersetzung eine blutende Kopfplatzwunde.

Dieser steht wahrscheinlich mit einem vorausgegangenen "Schockanruf" in Verbindung. Bereits gegen 12:00 Uhr meldete sich bei der Ehefrau des Opfers telefonisch eine unbekannte männliche Person, die sich als dessen Sohn ausgab. Er erklärte, bei einem Verkehrsunfall ein Kind schwer verletzt zu haben. Die aus Litauen stammenden Eltern verlangten nun eine Entschädigung, damit wäre die Angelegenheit rechtlich erledigt. Anschließend beendete der Unbekannte das Gespräch.

Gegen 15:40 Uhr erfolgte ein zweiter Anruf, diesmal beim Opfer selbst. Eine männliche Person gab sich als Rechtsanwalt aus und täuschte in dem in russischer Sprache geführten Gespräch vor, dass der Sohn einen schweren Unfall verursacht hätte, bei dem ein Mädchen schwere Verletzungen erlitten hat. Aufgrund der anstehenden Operation wären sofort 25000 Euro fällig. Noch während dieses Gesprächs erschien der oben beschriebene Täter in der Wohnung des 56-jährigen Grevenbroichers und es kam zu dem versuchten Raubüberfall.

Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und erbittet Hinweise auf den Flüchtigen unter der Telefonnummer 02131-3000.

Bei dem Vorfall handelt es sich um einen sogenannten Schockanruf, bei denen die Trickdiebe versuchen den Opfern Angst zu machen und sie in dieser Situation zur Herausgabe von Bargeld zu bringen. Vor allem wenden sich die Betrüger an ältere Menschen. Sie melden sich per Telefon bei und behaupten, dass ein Enkel oder ein anderer naher Verwandter in einen Verkehrsunfall oder in ein Strafverfahren verwickelt sei und sich deshalb in polizeilichem Gewahrsam befinde. Die Betrüger erklären, dass gegen eine Zahlung von der Strafverfolgung abgesehen und der Verwandte aus der Haft entlassen wird. Das Geld werde eine Person im Auftrag des Gerichts oder einer Behörde in ziviler Kleidung kurzfristig abholen.

Tipps ihrer Polizei: Seien Sie misstrauisch, wenn sich jemand am Telefon nicht selbst mit Namen vorstellt. Legen Sie einfach den Telefonhörer auf, sobald Ihr Gesprächspartner Geld von Ihnen fordert. Rufen Sie betroffene Person an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen. Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen. Wenn Sie Opfer geworden sind: Wenden Sie sich an die Polizei und erstatten Sie Anzeige. Informieren Sie sofort die Polizei über den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt.

Rückfragen bitte an:

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