Kreispolizeibehörde Kleve

POL-KLE: Ermittlungskommissionen gegen Wohnungseinbruch aus Kleve und Recklinghausen erfolgreich/Überregional agierende Einbrecherbande in U-Haft

Kleve und Dorsten (ots) - Die Polizei in Dorsten konnte drei Einbrecher auf frischer Tat festnehmen, denen zahlreiche Einbrüche nachgewiesen werden konnten. Seit dem 13. März 2015 arbeitete die Ermittlungskommisson (EK) Wohnung der Kreispolizeibehörde Kleve mit Hochdruck an der Ergreifung einer albanischen Einbrecherbande. Die Bande steht im Verdacht, insgesamt mindestens 29 Wohnungseinbrüche in den Städten Goch, Kleve, Bedburg-Hau, Rheinberg, Meerbusch, Bottrop, Dorsten, Herten, Waltrop, Gladbeck und Essen verübt zu haben. Ein 52jähriges Bandenmitglied wurde bereits im Mai 2015 in Duisburg festgenommen und in der Folge vom Amtsgericht Kleve zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Weitere Bandenmitglieder waren zunächst flüchtig.

Drei Einbrecher konnten nun am letzten Mittwoch (07.Oktober 2015)nach Wohnungseinbrüchen in Dorsten auf frischer Tat festgenommen werden. In der Nähe eines Tatortes trafen die Einbrecher auf mehrere Zeugen, die später gegenüber der Polizei detaillierte Angaben zum Aussehen des Trios machen konnten. Ein Zeuge merkte sich das Kennzeichen des Fahrzeuges in das die Verdächtigen eingestiegen waren; einem anderen gelang es sogar, mit seinem Handy ein Foto der Männer zu machen. Bei einem anschließend durch die Tatverdächtigen aufgesuchten Tatort erhielt ein Hausbesitzer über sein Handy einen Einbruchalarm und konnte über eine mit dem Handy vernetzte Kamera sehen, wie sich zwei Einbrecher in seinem Haus zu schaffen machten. Er rief sofort die Polizei, die in Tatortnähe auf das Tatfahrzeug stieß, Beute entdeckte und in unmittelbarer Nähe die Verdächtigen, auf die die Zeugenbeschreibung passte, festnehmen konnte.

Durch die enge Zusammenarbeit der EK Phönix der Kreispolizeibehörde Recklinghausen und der EK Wohnung aus Kleve konnten die von den Tätern bewusst überörtlich ausgewählten Tatorte zusammengeführt und die Taten der Bande nachgewiesen werden.

Durch intensive Ermittlungen fanden die Kriminalbeamten folgendes Tatmuster heraus: Ein in Duisburg illegal wohnendes Bandenmitglied brachte die anderen Bandenmitglieder anonym in einem Duisburger Mehrfamilienhaus unter und stattete sie mit Fahrzeugen und Handys aus. Die Miete und das "Einkommen" wurden durch Wohnungseinbrüche erarbeitet, die nahezu täglich in den verschiedenen Städten, meist in der Zeit zwischen 20:00 und 24:00 Uhr stattfanden. Dabei drangen die Täter in freistehende Einfamilienhäuser bzw. Doppelhaushälften mittels Aufhebeln der Fenster oder Terrassentüren oder durch Knacken des Schließzylinders ein und entwendeten Bargeld, Schmuck sowie technische Geräte.

Die drei Beschuldigten im Alter von 20 -23 Jahren aus Albanien wurden dem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaft anordnete.

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