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02.08.2018 – 12:41

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Papiere für 300 Euro - Originale oder Fälschungen?

Bundespolizeidirektion München: Papiere für 300 Euro - Originale oder Fälschungen?
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A93 / Kiefersfelden (ots)

Können Papiere, die 300 Euro kosten, echt sein? Die Bundespolizei hat am Mittwoch (1. August) bei Grenzkontrollen auf der Inntalautobahn einen Afrikaner festgenommen, der erklärte, seine Urkunden in Italien gekauft zu haben. Inzwischen befindet sich der somalische Staatsangehörige im Gefängnis.

Am frühen Morgen stoppten Bundespolizisten auf Höhe Kiefersfelden einen Reisebus, der auf dem Weg von Italien nach München war. Bei der Kontrolle der Insassen legte ein afrikanischer Fahrgast einen Fremdenpass und einen italienischen Aufenthaltstitel vor. Schnell entlarvten die Beamten die ausgehändigten Dokumente als Fälschungen. Laut eigenen Angaben stammt der junge Mann aus Somalia. Er musste seine Reise beenden und den Bundespolizisten zur Dienststelle nach Rosenheim folgen. Dort erzählte der 19-Jährige, dass er die Papiere in Rom erworben habe. Dafür hatte er 300 Euro zahlen müssen. Dass die Dokumente falsch seien, habe der Somalier angeblich nicht gewusst.

Noch am Tag seiner Festnahme wurde der Mann dem Richter vorgeführt. Dieser verurteilte den Festgenommenen aufgrund der klaren Sachlage im "beschleunigten Verfahren" wegen Urkundenfälschung und versuchter unerlaubter Einreise zu einer Geldstrafe in Höhe von 450 Euro. Da der Migrant nicht über die geforderten Barmittel verfügte, musste er ersatzweise die angeordnete 90-tägige Haftstrafe in einem Augsburger Gefängnis antreten.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

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