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08.06.2018 – 12:05

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Über neun Jahre hinter Gitter - Bundespolizei verhaftet Drogenhändler bei Grenzkontrollen

Bundespolizeidirektion München: Über neun Jahre hinter Gitter - Bundespolizei verhaftet Drogenhändler bei Grenzkontrollen
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Rosenheim / Kiefersfelden (ots)

Die Rosenheimer Bundespolizei hat am Donnerstag (7. Juni) einen europaweit gesuchten Drogenhändler hinter Gitter gebracht. Er war bei Grenzkontrollen in einem Fernreisezug festgenommen worden. Jetzt wartet er auf seine Auslieferung nach Italien. Dort droht ihm ein mehrjähriger Gefängnisaufenthalt.

Zunächst versuchte der Mann, sich als Algerier auszugeben. Mit Hilfe seiner Fingerabdrücke stellte sich aber heraus, dass es sich tatsächlich um einen Marokkaner handelt. Schnell wurde den Beamten klar, warum der 33-Jährige eine falsche Identität genutzt hatte. Offenbar wollte sich der Afrikaner mit fremden Personalien in Österreich eine neue Identität aufbauen, denn in Italien steht ihm nach einer Verurteilung wegen organisierten Drogenhandels eine Freiheitsstrafe von über neun Jahren bevor. Auf richterliche Anordnung hin wurde er in Auslieferungshaft genommen. Bundespolizisten brachten ihn in eine Münchner Justizvollzugsanstalt. Der marokkanische Staatsangehörige wird wohl schon bald an die Justizbehörden in Italien überstellt.

Auch ein Italiener und ein Togoer waren mit dem Betäubungsmittelgesetz in Konflikt geraten. Sie wurden in der Grenzkontrollstelle der Bundespolizei auf der A93 verhaftet. Die Nürnberger Staatsanwaltschaft suchte gleich mehrfach nach einem Italiener. Der 49-Jährige hat wegen Drogenhandels noch Freiheitsstrafen von insgesamt 529 Tagen zu verbüßen. Seine Reise führte direkt in die Justizvollzugsanstalt Bernau. Einem Togoer hingegen blieb ein 39-tägiger Gefängnisaufenthalt erspart, da er seine Justizschulden in Höhe von rund 1.600 Euro begleichen konnte. Gegen ihn lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Landshut wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vor.

Rückfragen bitte an:

Yvonne Oppermann
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim liegt an der Schnittstelle
zweier Hauptschleuserrouten, der Balkan- und der Brennerroute. In
einem rund 200 Kilometer langen Abschnitt des
deutsch-österreichischen Grenzgebiets begegnen die etwa 420
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der illegalen Migration und gehen
vor allem gegen die Schleusungskriminalität vor. Der bahn- und
grenzpolizeiliche Verantwortungsbereich erstreckt sich auf die
Landkreise Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen
sowie auf die Stadt und den Landkreis Rosenheim. Auf über 370
Bahnkilometern und in etwa 70 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen die
Bundespolizisten zwischen Chiemsee und Zugspitze für die Sicherheit
der Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten
Sie unter www.bundespolizei.de oder oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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