Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Gewalt und Festnahmen am Wochenende

Symbolbild Festnahme
Symbolbild Festnahme

München (ots) - München - Von wegen "staade Zeit". Die Beamten der Bundespolizeiinspektion in der bayerischen Landeshauptstadt hatten am Wochenende alle Hände voll zu tun.

Hier Teil 1 ausgewählter Einsätze vom Samstag (9. Dezember):

Kurz nach Mitternacht war ein alkoholisierter 23-Jähriger am Hauptbahnhof mit zwei Mitarbeitern der Deutsche Bahn Sicherheit aneinander geraten. Der Wohnsitzlose (mit 1,68 Promille) versuchte einen der DB-Mitarbeiter mittels Faustschlag tätlich anzugreifen. Der Schlag konnte jedoch abgewehrt und der in Wasserburg am Inn Geborene zu Boden gebracht und überwältigt werden. Dabei kam es bis zum Eintreffen der alarmierten Beamten der Bundespolizei auch zu verbalen Entgleisungen. Verletzt wurde niemand.

Gegen 08:55 Uhr informierten Reisende die Bundespolizei per Telefon über Belästigungen eines Mannes am abfahrberieten ICE 724 (München - Dortmund) im Hauptbahnhof am Gleis 22. Ein 39-jähriger Deutscher hatte, auch nach dem Eintreffen einer alarmierten Streife der Münchner Bundespolizei, aus unbekannter Ursache, mehrere Fahrgäste im Zug belästigt. Schnell gab der offensichtlich alkoholisierte Ostfriese den Beamten zu verstehen, dass er "kein Interesse an der Polizei hat". Trotz mehrmaliger Aufforderung wies er sich nicht aus. Als er an den Armen zur Dienststelle geführt werden sollte, riss sich der Mann aus Norden aus dem Haltegriff, warf sich zu Boden und schrie laut um Hilfe. Die bekam er dann in Form von Handfesseln und einem sicheren Transport zur Wache am Gleis 26. Nach Ausnüchterung und Beruhigung konnte der 39-Jährige die Wache gegen 14 Uhr wieder verlassen.

Ein 49-Jähriger Togolese geriet gegen 13:10 Uhr aus unbekannter Ursache am Hauptbahnhof mit einem 81-jährigen Deutschen aneinander. Während der verbalen Auseinandersetzung versuchte der Westafrikaner dem Mann aus Grassau im Landkreis Traunstein den Gehstock wegzunehmen. Dabei verdrehte sich der 81-Jährige im Gerangel das Handgelenk und klagte anschließend über Schmerzen. Zusätzlich beleidigte der Togolese, bei dem ein Atemalkohol von 3,34 Promille gemessen wurde, den Grassauer verbal. Ein Datenabgleich ergab, dass der Westafrikaner bereits 1992 in die Bundesrepublik eingereist war und eine gültige Aufenthaltserlaubnis besitzt.

Ein 20-jähriger Eritreer wurde gegen 19:30 Uhr im Hauptbahnhof beim Treppenabgang Arnulfstraße beim unerlaubten Wasserlassen in der Öffentlichkeit erwischt. Bei der anschließenden Kontrolle durch die Beamten der Bundespolizei war der Nordostafrikaner verbal aggressiv und steckte seine Hände immer wieder provozierend in die Jackentasche. Mehreren Aufforderungen, die Hände aus den Taschen zu nehmen, kam er nicht nach. Als ein Beamter ihm daraufhin eine Hand aus der Jacke zog, schrie der 20-Jährige laut herum. Als der Eritreer die andere Hand aus der Jackentasche nahm und zu einer Ausholbewegung gegen den Beamten ausholte, wurde der mit 1,88 Promille Alkoholisierte überwältig. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Haftrichtervorführung des 20-Jährigen an, die am Sonntag mit Haft entschieden wurde.

Gegen 1 Uhr wurde ein 30-jähriger Litauer am Hauptbahnhof wegen einer Hausrechtsmaßnahme einer Personenkontrolle unterzogen. Ein Datenabgleich förderte einen Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Augsburg zu Tage. Der in Gräfelfing bei München Lebende hatte eine Restfreiheitsstrafe von 61 Tagen wegen Diebstahls nicht angetreten. Er wurde den Justizbehörden überstellt.

Aufgrund eines Vollstreckungshaftbefehles der Staatsanwaltschaft München I statteten Beamte der Münchner Bundespolizei einem 32-jähriger Nigerianer in dessen Gemeinschaftsunterkunft in Unterföhring einen Besuch ab. Der Westafrikaner war vom Amtsgericht München wegen Erschleichen von Leistungen zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt worden und hatte die Strafe bislang nicht beglichen. Da er den geforderten Geldbetrag nicht aufbringen konnte, wurde dem Mann, vorrausichtlich für die kommenden 90 Tage als Ersatzstrafe, die Freiheit entzogen.

Rückfragen bitte an:

Petra Wiedmann
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Telefon: 089 515 550 224
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

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