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27.12.2016 – 14:28

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Schleuser auch an Feiertagen unterwegs - Keine Papiere für die Einreise, aber Drogen im Kofferraum

Bundespolizeidirektion München: Schleuser auch an Feiertagen unterwegs - Keine Papiere für die Einreise, aber Drogen im Kofferraum
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Schwarzbach / Rosenheim (ots)

Auch während der Weihnachtstage hat die Bundespolizei in der Grenzkontrollstelle auf der A 8 mutmaßliche Schleuser gestoppt. An beiden Feiertagen wurden im südlichen Abschnitt des deutsch-österreichischen Grenzgebiets zudem rund 130 Migranten festgestellt.

Am Montag kontrollierten Bundespolizisten auf der Autobahn Salzburg - München bei Schwarzbach die Insassen eines in Österreich zugelassenen Wagens. Der Fahrer, ein afghanischer Staatsangehöriger, konnte sich mit einer österreichischen Aufenthaltsgenehmigung ausweisen. Seine drei Begleiter, die ebenfalls aus Afghanistan stammen, hatten lediglich österreichische Asylkarten, jedoch keine Papiere für die Einreise nach Deutschland dabei. Die jungen Männer räumten ein, dass, die Fahrt über die Grenze mehrere hundert Euro gekostet hätte. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten im Kofferraum zwei mit Folien und Plastiktüten umwickelte Päckchen. Wie sich herausstellte, handelt es sich bei deren Inhalt um etwa 1,5 Kilo Marihuana. Nach ersten Erkenntnissen sind die Drogenpäckchen den drei Migranten im Alter von 16, 21 und 24 Jahren zuzuordnen. Der jüngste von ihnen erklärte, die Päckchen ganz zufällig in einem Park gefunden zu haben. Wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde der Zoll für die weiteren Ermittlungen eingeschaltet. Der Fahrer wird sich voraussichtlich schon bald wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. Alle vier Afghanen befinden sich auf richterliche Anordnung hin in Untersuchungshaft.

Ebenfalls in der Kontrollstelle bei Schwarzbach unterzogen Bundespolizisten vier russische Staatsangehörige einer Kontrolle. Keiner der vier konnte die erforderlichen Grenzübertrittspapiere vorweisen. Der 30-jährige Fahrzeugführer verfügte zudem über keine Fahrerlaubnis. Die Überprüfung seiner Personalien ergab, dass der polizeibekannte Mann bereits im April wegen Einschleusens von Ausländern im Bereich Chemnitz belangt worden war. Halter des in Frankreich zugelassenen Autos ist der 20-jährige Beifahrer. Beide, Fahrer und Beifahrer, wurden unter anderem wegen Einschleusens von Ausländern angezeigt. Auf Anordnung des Amtsgerichts Traunstein mussten sie die Untersuchungshaft antreten. Ihre zwei Begleiter konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen aus dem Gewahrsam entlassen beziehungsweise an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden.

Am zweiten Weihnachtstag registrierte die Rosenheimer Bundespolizei, zu der auch der Freilassinger Abschnitt gehört, rund 50 Migranten. Am ersten Feiertag waren es sogar knapp 80. Zwischen dem 24. Und dem 26. Dezember wurden bei Grenzkontrollen im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim insgesamt fünf mutmaßliche Schleuser festgenommen.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf (MSc)
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 550
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

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