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19.12.2016 – 09:31

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Verkehrsrowdys und Konsorten -Bundespolizisten am Münchner Flughafen verhaften am Wochenende sechs gesuchte Reisende-

Bundespolizeidirektion München: Verkehrsrowdys und Konsorten
-Bundespolizisten am Münchner Flughafen verhaften am Wochenende sechs gesuchte Reisende-
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Flughafen München (ots)

Bundespolizisten haben am Wochenende (17./18. Dezember) sechs mit Haftbefehl gesuchte Reisende festgenommen. Drei Gesuchte hatten ihre Strafen wegen Verkehrsdelikten nicht bezahlt, zwei von ihnen waren beim Schwarzfahren erwischt und verurteilt worden, eine Frau wurde von der bayerische Justiz nach einem Urteil wegen eines Verstoßes gegen die Abgabenordnung gesucht.

Am Samstag liefen den Bundesbeamten ein 72-jähriger Deutscher und ein 53-jähriger Türke in die Arme.

Den 72-Jährigen zogen die Beamten mittags aus dem Verkehr, als er die Ausreisekontrolle für seinen Flug nach Istanbul durchlaufen musste. Die Staatsanwaltschaft München I suchte den Münchner seit November dieses Jahres, da er sich, vom Münchner Amtsgericht wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort zu 750 Euro Geldstrafe oder 25 Tagen Ersatzhaft verurteilt, offensichtlich der Strafverfolgung entzogen. Nachdem Bundespolizisten den Gesuchten jetzt am Münchner Flughafen verhaftet hatten, sah es erst so aus, als ob der Festgenommene ins Gefängnis müsse; er konnte den geforderten Geldbetrag nicht bezahlen. Da musste ein Freund des gebürtigen Syrers helfen. Der Helfer eilte umgehend zur Polizeiinspektion an seinem Wohnort, bezahlte dort die verhängte Geldstrafe zusammen mit den Verfahrenskosten von 628,15 Euro und konnte so dem 72-Jährigen den Urlaub retten. Dieser durfte nämlich, gleich nachdem die bayerischen Polizisten ihren Bundeskollegen den Eingang des Geldes bestätigt hatten, die Wache am Moos-Airport verlassen und seinen Flug in die türkische Hauptstadt antreten.

Ein 53-jähriger Türke kam am frühen Nachmittag aus Istanbul und musste wenig später die Weiterreise nach München-Stadelheim antreten. Als die Beamten den Mann zur Einreise kontrollierten, stießen sie auf eine wenige Monate alte Fahndungsnotiz der Hofer Staatsanwaltschaft. Der Gesuchte war der oberfränkischen Justiz nach einer Verurteilung wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort noch eine Geldstrafe in Höhe von 1.923,50 Euro inklusive Verfahrenskosten oder ersatzweise 60 Tage Haft schuldig geblieben. Am Samstag von Bundesbeamten im Terminal 1 verhaftet, konnte der Festgenommene den geforderten Geldbetrag nicht aufbringen. So musste der 53-Jährige dann auch seine Reise im Polizei-Bulli in die Münchner Justizvollzugsanstalt antreten.

Am Sonntag (18. Dezember) hieß es für drei Männer und eine Frau: Bezahlen oder Haft. Ein Franzose und ein Rumäne entschieden sich, ihre Geldbörsen zu öffnen; die Frau ließ dies ihren Ex-Mann übernehmen. Ein 51-jähriger Deutscher hatte weder das nötige Geld noch einen Helfer, um ihn vor dem Gefängnis zu bewahren.

Den Rumänen nahmen Bundespolizisten fest, als er die Ausreisekontrolle für seinen Flug nach Bukarest durchlief. Die Staatsanwaltschaft München I hatte den 31-Jährigen seit November 2015 mit Haftbefehl gesucht, nachdem er einem Strafbefehl des Amtsgerichts München wegen Erschleichens von Leistungen genau so wenig Beachtung geschenkt hatte, wie zuvor dem Tarifsystem der Münchner Verkehrsgesellschaft. Als Bundespolizisten den Kirchheimer am Sonntag festgenommen hatten, bezahlte er die geforderten 1.500 Euro Geldstrafe zusammen mit 154 Euro an Verfahrenskosten. So konnte er anstatt der 30 Tage Ersatzhaft seinen Flug in sein Geburtsland antreten.

Der Franzose lief den Bundespolizisten in die Arme, als er aus Sarajewo im Erdinger Moos ankam. Er hatte sich nach einer Verurteilung wegen Trunkenheit im Verkehr und vorsätzlichen Fahrens ohne Fahrerlaubnis in zwei Fällen wohl um die Bezahlung der vom Amtsgericht Bückeburg verhängten 1.700 Euro Geldstrafe und auch um die 68 Tage Ersatzhaft gedrückt. Daher hatte die Staatsanwaltschaft Bückeburg seit knapp vier Wochen nach dem 30-Jährigen gesucht. Jetzt ist er den Bundespolizisten am Moos-Airport ins Netz gegangen und hat dann auch die geforderte Geldstrafe plus 1.290 Euro Verfahrenskosten bezahlt.

Am späten Nachmittag stoppten die Beamten eine Japanerin, als diese aus Tokio in München ankam. Die Staatsanwaltschaft Landshut suchte nach der Frau aus dem Land der aufgehenden Sonne bereits seit August 2013. Die 54-Jährige war nach einer Verurteilung wegen eines Verstoßes gegen die Abgabenordnung offensichtlich untergetaucht, hatte weder die verhängte Geldstrafe in Höhe von 1.567 Euro bezahlt noch die 75 Tage Ersatzhaft angetreten. Nachdem die Gesuchte jetzt am Münchner Flughafen wieder im Fokus der deutschen Strafverfolgungsbehörden aufgetaucht und von Bundespolizisten verhaftet worden ist, sah es erst so aus, als ob die Festgenommene ihre Strafe absitzen müsse; sie selbst konnte den geforderten Geldbetrag nicht bezahlen. Ein Glück für sie, dass sie zu ihrem deutschen Ex-Mann immer noch ein gutes Verhältnis pflegt. Dieser war bereits am Flughafen, um sie abzuholen. Kaum angerufen, kam der Abholer zur Wache und seiner Ex zu Hilfe. Der Münchner bezahlte die verhängte Geldstrafe und konnte so die 54-Jährige auch gleich mitnehmen.

Ein 51-jähriger Berliner verfing sich im Fahndungsnetz der Bundespolizei, als er in München nach Marsa Alam ausreisen wollte. Vor etwa zwei Jahren in seiner Heimatstadt wegen Erschleichens von Leistungen zu 1.500 Euro Geldstrafe oder 100 Tagen Ersatzhaft verurteilt, wurde er seither von der Berliner Staatsanwaltschaft gesucht. Der gebürtige Grieche hatte sich offensichtlich bis dato der Strafverfolgung entzogen. Da der 51-Jährige auch nach seiner Festnahme den offenen Geldbetrag nicht begleichen konnte, muss er die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel anstatt am Roten Meer nun in der Münchner Justizvollzugsanstalt verbringen.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizei Flughafen München
Nordallee 2 - 85356 München-Flughafen
Telefon: 089/97307-9021
E-Mail: bpolifh.muc.presse@polizei.bund.de

Die Bundespolizei am Flughafen München ist mit ihren gut 1.200
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die zweitgrößte
Flughafendienststelle der Bundespolizei in Deutschland. Ihre
polizeilichen Aufgaben umfassen insbesondere den grenzpolizeilichen
Schutz des Bundesgebietes und die Bekämpfung der
grenzüberschreitenden Kriminalität, die Gefahrenabwehr im Bereich der
Bahnanlagen des Bundes und die Sicherheit der Bahnreisenden, sowie
Luftsicherheitsaufgaben zum Schutz vor Angriffen auf die Sicherheit
des zivilen Luftverkehrs. Weitere Informationen erhalten Sie unter
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