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16.12.2016 – 11:03

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei fasst "falschen Polizisten" 32-Jähriger kontrolliert unberechtigt im Hauptbahnhof

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei fasst "falschen Polizisten"
32-Jähriger kontrolliert unberechtigt im Hauptbahnhof
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München (ots)

Zivilbeamte der Bundespolizei konnten gestern Morgen (15. Dezember) im Kellerbereich des Hauptbahnhofes einen alkoholisierten 32-Jährigen festnehmen, der in mehreren Fällen unberechtigterweise Reisende und Bahnhofsbesucher im Hauptbahnhof kontrolliert hatte.

Zivilbeamte der Münchner Bundespolizei erkannten gegen 04:20 Uhr wie im Hauptbahnhof München ein Mann zwei Personen kontrollierte. Dabei gab er sich als "Police Officer" aus, zeigte kurz etwas vor, verlangte nach Ausweisen und fotografierte diese. Anschließend bat er beide Personen, einen 18-Jährigen aus Sierra Leone und einen 20-jährigen Pakistani, in den Kellerbereich des Hauptbahnhofes, wo er die beiden Personen und deren mitgeführten Sachen durchsuchte.

Im Nachgang stellte sich heraus, dass der mit 1,41 Promille alkoholisierte Slowake kurz eine Krankenversichertenkarte vorzeigte und damit einen Polizei-Dienstausweis vortäuschte. Der "falsche Kollege" gab an, dass es sich - unter Alkoholeinfluss - einfach so ergeben habe; er dachte: "er könnte mal Polizei spielen". Einen Anhalt dafür, dass der 32-Jährige bereits öfter als "Polizist" am Hauptbahnhof aufgetreten ist, gibt es bislang nicht.

Die richtigen Bundespolizisten nahmen den "falschen Kollegen" vorläufig fest und erklärten ihm die rechtliche Sachlage und dass gegen ihn nun u.a. wegen Freiheitsberaubung und Amtsanmaßung ermittelt wird.

Die Münchner Bundespolizei warnt in diesem Zusammenhang vor immer wieder mal in Bahnhöfen, Haltepunkten, Zügen oder S-Bahnen auftretenden "falschen Polizisten" und gibt dazu folgende Verhaltenstipps:

   -  Betrachten Sie Dienstausweise von Polizeibeamten oder 
      Amtspersonen genau! 
   -  Rufen Sie bei geringsten Zweifel bei der Behörde an, von der 
      die angebliche Amtsperson kommt. Suchen Sie dazu die 
      Telefonnummer der Behörde selbst heraus  oder lassen Sie sich 
      diese durch die Telefonauskunft geben. 
   -  Sofern eine Polizeidienststelle in der Nähe ist, geht der 
      "richtige Polizist" gerne mit Ihnen dorthin. 
   -  Sofern Ihnen bei einer Kontrolle von Zivilbeamten im 
      Hauptbahnhof und anderen Haltepunkten oder in Zügen und 
      S-Bahnen Unregelmäßigkeiten auffallen, wie z.B. 
   -  sehr schnelles Wegnehmen des Dienstausweises oder 
   -  Verdecken des Lichtbildes oder 
   -  Fotografieren eines Ausweises vor Ort oder 
   -  eine Mitnahme in einen Kellerbereich oder anderweitig seltsame 
      Räumlichkeit 

sollten Sie sich direkt an die Bundespolizei am Gleis 26 im Münchner Hauptbahnhof wenden.

Weitere Tipps zum Verhalten beim Verdacht des Auftretens falscher Polizeibeamter gibt es auch im Internet unter: http://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/betrug-im-namen-der-polizei.html

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Arnulfstraße 1 a - 80335 München
Telefon: 089 515 550 215
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der
räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing
und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis
München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg,
Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im
Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26.
Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 111 zu
erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
oben genannter Kontaktadresse.

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