Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Schleusungsverdacht: Nigerianer verhaftet - Rosenheimer Bundespolizei beendet Schleusung auf Inntalautobahn

Auf der Inntalautobahn hat die Rosenheimer Bundespolizei einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Der Nigerianer hatte in seinem Wagen mehrere Personen illegal nach Deutschland gebracht.

A 93 / Kiefersfelden (ots) - Die Bundespolizei hat in der Nacht zu Sonntag (11. Dezember) auf der Inntalautobahn einen mutmaßlichen Schleuser verhaftet. Er hatte in seinem Wagen mehrere ausländische Personen illegal nach Deutschland gebracht. Immer wieder werden bei den Grenzkontrollen Fahrzeuge mit geschleusten Personen gestoppt. Im November wurden im südlichen Abschnitt der deutsch-österreichischen Grenze rund 20 mutmaßliche Schleuser festgestellt.

An der Grenzkontrollstelle bei Kiefersfelden stoppten Bundespolizisten ein Fahrzeug mit deutschen Kennzeichen. Der Fahrer und sein Beifahrer konnten sich ordnungsgemäß mit ihren nigerianischen Reisepässen und gültigen Aufenthaltstiteln ausweisen. Ihre drei Begleiter hatten jedoch keine Papiere für die Einreise nach Deutschland dabei. Laut eigenen Angaben stammen sie ebenfalls aus Nigeria. In der Rosenheimer Dienststelle erklärte der Fahrzeugführer, dass er seine Landsleute mitgenommen habe, weil er ihnen nur helfen wollte. Jetzt erwartet ihn ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern.

Auf richterliche Anordnung hin wurde der 30-Jährige zur Untersuchungshaft ins Gefängnis nach Traunstein eingeliefert. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen konnte lediglich einer der mutmaßlich Geschleusten an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Den beiden anderen Nigerianern verweigerte die Bundespolizei die Einreise, da sie kein Interesse an Schutz und Asyl in Deutschland bekundeten. Sie wurden den österreichischen Behörden überstellt.

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