Alle Meldungen
Abonnieren
Abonnieren Sie alle Meldungen von Bundespolizeidirektion München

05.09.2016 – 14:33

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Grenzkontrollen der Bundespolizei: Schleusungsfälle auf Autobahn - Migranten in Fernreisebussen

Bundespolizeidirektion München: Grenzkontrollen der Bundespolizei: Schleusungsfälle auf Autobahn - Migranten in Fernreisebussen
  • Bild-Infos
  • Download

Kiefersfelden / Mittenwald (ots)

Die Bundespolizei hat am Sonntag (4. September) bei Grenzkontrollen auf der A 93 zwei mutmaßliche Schleuser gefasst. Es handelt sich um einen Nigerianer und einen Deutschen, die unabhängig voneinander mehrere Migranten illegal über die Grenze brachten. Außerdem stellten die Beamten in Fernreisebussen auf der Inntalautobahn und auf der B 2 zahlreiche Migranten fest.

In der Kontrollstelle bei Kiefersfelden stoppten die Bundespolizisten am Sonntagvormittag einen Pkw mit insgesamt fünf Insassen. Am Steuer saß ein 20-jähriger Deutscher. Bei seinen Mitfahrern handelte es sich eigenen Angaben zufolge um Palästinenser. Die vier Männer konnten sich nicht ausweisen. Nach ersten Erkenntnissen musste jeder von ihnen für die gesamte Schleusung mehrere tausend Dollar zahlen. Sie erklärten, dass sie nach Deutschland gekommen wären, um Asyl zu beantragen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden sie an eine Aufnahmestelle für Flüchtlinge weitergeleitet. Der festgenommene Fahrer wollte sich gegenüber den Ermittlern der Rosenheimer Bundespolizei nicht zum Schleusungsvorwurf äußern. Auf richterliche Anordnung hin wurde der Berliner in Untersuchungshaft genommen.

In derselben Kontrollstelle hielten die Beamten einen Wagen mit deutschen Ausfuhrkennzeichen an. Fahrzeugführer war ein nigerianischer Staatsangehöriger, der sich mit einer italienischen Aufenthaltserlaubnis ausweisen konnte. Er wurde von zwei jungen Nigerianerinnen begleitet, die keine Papiere dabei hatten. Sie gaben an, zunächst von Libyen nach Italien geschleust worden zu sein. Interesse an Schutz oder Asyl bekundeten beide nicht, so dass ihnen die Einreise nach Deutschland verweigert wurde. Ihr Fahrer, der einen festen Wohnsitz in Italien hat, konnte im Anschluss an die Vernehmung die Dienststelle wieder verlassen. Auf ihn kommt voraussichtlich schon bald ein Verfahren wegen Einschleusens von Ausländern zu.

In einem Bus, der regelmäßig zwischen Rom und München verkehrt, traf die Bundespolizei ebenfalls bei Kiefersfelden auf drei Iraker, zwei Georgier und einen Nigerianer, die sich nicht mit den erforderlichen Einreisepapieren ausweisen konnten. Die dreiköpfige irakische Gruppe versuchte zudem vergeblich, die Beamten mit gefälschten griechischen Dokumenten über ihre wahre Identität zu täuschen. Auf der B 2 in Mittenwald stellten die Bundespolizisten im Rahmen von Grenzkontrollen am Sonntag in zwei weiteren Reisebussen insgesamt 19 Migranten fest, die nicht über die notwendigen Papiere für die Einreise oder den Aufenthalt in der Bundesrepublik verfügten. Es handelte sich unter anderem um Syrer, Libyer, Albaner und Somalier. Laut Rosenheimer Bundespolizei würden derzeit in Fernreisebussen immer wieder unerlaubt einreisende Personen angetroffen.

Im Grenzabschnitt zwischen Südbayern und Österreich sind im letzten Monat rund 20 mutmaßliche Schleuser festgestellt und angezeigt worden. Mit rund 1.700 verzeichneten vollendeten oder versuchten unerlaubten Einreisen war die Zahl der Migranten in diesem Abschnitt im August im Vergleich zum Juli mit annähernd 1.800 Migranten auf ähnlich hohem Niveau. Auch im August wurde beinahe der Hälfte der festgestellten Migranten die Einreise verweigert, da diese nicht über die erforderlichen Einreisevoraussetzungen verfügten und nachvollziehbar kein Interesse an Schutz und Asyl in Deutschland hatten.

Rückfragen bitte an:

Rainer Scharf (MSc)
Bundespolizeiinspektion Rosenheim
Burgfriedstraße 34 - 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 80 26 2200
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 550
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell