Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: International gesuchter Einbrecher erwischt -Bundespolizisten am Münchner Flughafen verhaften gesuchten Ausbrecher-

Immer wieder gehen der Bundespolizei am Münchner Flughafen auch international gesuchte Personen ins Netz. (Beispielbild)

Flughafen München (ots) - Ein Passagier in der Einreisekontrolle, ein offener Haftbefehl von Interpol. Eigentlich eine klare Sache für die Bundespolizisten. Allerdings erzählte der Mann den Beamten, er wisse nichts von Straftaten, die er begangen haben soll. Zudem stimmten Teile des Namens in der Fahndungsnotiz nicht ganz mit den Passdaten überein. Die Bundesbeamten haben den 35-Jährigen am Dienstag (6. Oktober) bei seiner Ankunft aus Tirana dennoch festgenommen. Interpol Norwegen hatte seit einem Jahr nach dem Mann mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Die Polizei in Norwegen hatte den Albaner Anfang November 2014 als Mitglied einer Einbrecherbande identifiziert und festgenommen. Er soll zwischen April 2014 und Anfang November 2014 fünfzehnmal an Einbrüchen und zweimal an versuchten Einbrüchen beteiligt gewesen sein. Außerdem wirft ihm die norwegische Justiz Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz vor. Den Beschuldigten erwarten in Norwegen bis zu sechs Jahre Haft wegen schweren Einbruchdiebstahls und versuchten schweren Einbruchsdiebstahls. Etwa eine Woche nach seiner Verhaftung war der 35-Jährige allerdings aus dem Gefängnis ausgebrochen und untergetaucht; noch bevor er vor Gericht gestellt werden konnte. Daher schrieben ihn die norwegischen Behörden umgehend international zur Festnahme aus.

Der Albaner blieb schließlich im Fahndungsnetz der Bundespolizei am Münchner Airport hängen, als er bei seiner Ankunft aus Tirana die Einreisekontrolle durchlief. Anschließend mussten die Beamten ihr ganzes Können aufbieten, um den 35-Jährigen als den Gesuchten zu identifizieren. Der Festgenommene behauptete felsenfest, rein gar nichts von der Sache zu wissen. Die von Interpol übermittelten Personaldaten stimmten nicht ganz mit den Daten im vorgelegten Pass überein. Einzig der Umstand, dass der von Interpol Gesuchte in der Vergangenheit wohl des Öfteren seinen Namen gewechselt und unter verschiedensten Aliasdaten in Erscheinung getreten war, ließ die Beamten genauer nachbohren. Ein Abgleich der Fingerabdrücke brachte schließlich Gewissheit; die Bundespolizisten hatten den Richtigen.

Nachdem sie sich ob der Identität des Albaners sicher waren, führten die Bundespolizisten den Mann am Mittwoch (7. Oktober) dem Haftrichter vor und lieferten ihn anschließend in die Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim ein. Dort muss er das durch die Generalstaatsanwaltschaft München betriebene Auslieferungsverfahren abwarten.

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