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27.07.2015 – 12:26

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Explosiver Anstieg unerlaubter Einreisen nach Bayern
Erstmals mehr als 1.000 Migranten an einem Tag

Bundespolizeidirektion München: Explosiver Anstieg unerlaubter Einreisen nach Bayern / 
Erstmals mehr als 1.000 Migranten an einem Tag
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München (ots)



Die an einem Tag im Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeidirektion 
München (Freistaat Bayern) festgestellten illegalen Grenzübertritte 
haben erstmals eine vierstellige Anzahl erreicht. Mehr als 1.100 
unerlaubt eingereiste Migranten registrierten die Beamten am Samstag 
(25. Juli).

Auch die gesamte vergangene Woche (30. Kalenderwoche) sprengte die 
bisher bekannten Dimensionen: Beinahe 6.000 Menschen kamen ohne die 
nötigen Papiere nach Bayern. Eine Woche davor lag der Höchststand 
noch bei knapp 4.500 Fällen, bis vor einem Jahr bei etwa 500. Die 
Zahlen steigen bereits seit Langem kontinuierlich, seit rund drei 
Monaten sogar explosionsartig.

Die meisten illegalen Grenzübertritte finden an der 
deutsch-österreichischen Grenze statt. Am stärksten betroffen ist 
zurzeit das Bundespolizeirevier Passau (Bundespolizeiinspektion 
Freyung), dicht gefolgt von der Bundespolizeiinspektion Rosenheim. Am
Beispiel des Bundespolizeireviers Passau ist die drastische Zunahme 
der unerlaubten Einreisen auch am deutlichsten zu erkennen: Während 
dort von Januar bis Juni 2014 insgesamt rund 900 Fälle registriert 
wurden, waren es im ersten Halbjahr 2015 bereits mehr als 13.000. 

Bayernweit hatten die Beamten der Bundespolizeidirektion München im 
vergangenen Jahr rund 23.500 unerlaubte Einreisen erfasst. In den 
ersten sechs Monaten dieses Jahres waren es schon mehr als 32.000, im
Vergleichszeitraum des Vorjahres knapp 7.000 Delikte.

Die meisten Migranten stammen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea. 
Mittlerweile stellen die Fahnder unter den illegal Eingereisten 
zunehmend Menschen aus vielen afrikanischen Staaten fest, etwa  
Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Kamerun, Mali, Marokko, Mauretanien, 
Nigeria, Somalia und anderen. Anzeichen, die einen Rückgang der 
illegale Grenzübertritte erwarten ließen, sind nicht erkennbar. 

Rückfragen bitte an:


Thomas Borowik
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