Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Wahnsinn! Für Fotos in den Bahntunnel Bundespolizei warnt: Vorsicht Lebensgefahr!

Andrea Seefelder, Polizeioberkommissarin und Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion München warnt eindringlich vor den Gefahren bei "Selfies am Gleis"!

München (ots) - Nachdem die Bundespolizei in München erst am Donnerstag vor dem Phänomen "Selfie" und "Posieren im Gleis" gewarnt hatte, ereignete sich am Pfingstmontag (25. Mai) leider der nächste lebensgefährliche Vorfall. Die Präventionsbeauftragte sprach dabei von einer "neuen Qualität" von Selfies im Gleis.

Zwei Mädchen (12 und 17 Jahre alt) aus der Schwanthaler Höhe begaben sich gegen 21 Uhr in den Eisenbahntunnel Ganghoferstraße. Ausgerüstet mit mehreren Taschenlampen, einer Digitalkamera und einem Stativ wollten sie nach eigenen Angaben "Fotos von sich im Tunnel machen". Bundes- und Landespolizei waren alarmiert worden und mit Blaulicht und Martinshorn angefahren - sämtlicher Zugverkehr sofort eingestellt.

Im Bahntunnel konnte eine Streife der Bundespolizei die Mädchen stellen. Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch weitere Kinder/Jugendliche im Tunnel versteckt hielten, wurde dieser mit einem Diensthund abgesucht. Der Datenträger der Kamera wurde zur Auswertung sichergestellt. Die Kinder - nach Übergabe an die Eltern - für ein Präventionsgespräch mit den Erziehungsberechtigten zur Bundespolizei eingeladen.

Für die beiden 15-Jährigen, die am 8. Mai in St. Koloman im Gleis waren, beginnen die Pfingstferien heute mit einem räventionsgespräch.

Durch den Vorfall kam es nach einer rund halbstündigen Gleissperrung zu Verspätungen im Bahnverkehr.

Die Präventionsbeauftragte der Bundespolizeiinspektion München,Andrea Seefelder, sieht in dem Vorfall eine "neue Qualität" bei sogenannten "Selfies im Gleis: "Durch das mitgeführte Stativ muss von einem gezielten und nicht spontanen Entschluss ausgegangen werden. Im Tunnel erhöht sich die Gefahr, da selbst die Lokführer dort Personen kaum mehr wahrnehmen können! Zurückliegend kam es auch zu Unglücks- und Todesfällen. Stets besteht Lebensgefahr!"

Die Präventionsbeauftragte der Bundespolizei warnt deshalb eindringlich - gerade auch jetzt in der Ferienzeit: "Wer Kinder im oder zu nah am Gleis wahrnimmt, sollte sofort nach Hilfe suchen. Schnellstmöglich die 110 wählen und sich selbst möglichst nicht ins Gleis begeben", so die "Erste Hilfe"-Empfehlungen der Münchner Bundespolizei.

Die Bundespolizei warnt:

Ein Zug, der sich mit 160 Km/h nähert, benötigt nur 2,27 Sekunden für 100 Meter. Sein Bremsweg beträgt oft mehrere hundert Meter. Richtungswechselnder Eisenbahnverkehr oder Wettersituationen stellen ebenso eine oft nicht abschätzbare Gefahr dar.

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Wolfgang Hauner
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