Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: 1 Jahr und 7 Monate - ohne Bewährung Urteil nach Ermittlung der Bundespolizei in sechs Fällen des Diebstahls - Haft Dank Videoauswertung

Die Auswertung von Videoaufzeichnungen kam die Bundespolizei einem 27-jährigen Staatenlosen auf die Spur der nun vom Amtsgericht Ebersberg zu einer 19 monatigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde.

München - Ebersberg (ots) - Immer wieder berichtet die Bundespolizei davon, dass nach Straftaten Videoauswertungen veranlasst werden und man hofft, dadurch Tätern auf die Spur zu kommen und Straftaten aufklären zu können. Am 15. Mai fand vor dem Amtsgericht in Ebersberg eine Verhandlung statt. Dabei wurde ein 27-jähriger Staatenloser zu einer empfindlichen Haftstrafe verurteilt.

07.09.2013, 05:45 - 07:00 Uhr, S4: Zwei Frauen zeigen unabhängig voneinander an, dass ihnen, schlafend in einer jeweils ein Mobiltelefon entwendet wurde.

29.12.2013, 04:20 Uhr, S1: Eingeschlafener Fahrgast zeigt an, dass ihm 750 EUR gestohlen wurden.

09.02.2014, S2: Eingeschlafener Fahrgast zeigt Diebstahl eines Mobiltelefons an.

28.04.2014, S-Bahnhaltepunkt Petershausen: Am Bahnsteig eingeschlafene Frau bestohlen.

18.05.2014, S-Bahnhaltepunkt Isartorplatz: Fahrgast bestohlen.

Sechs Fälle mit nahezu gleichem Vorgehen. Fast immer waren die Opfer aufgrund ihres Schlafes hilflos. Die Beute: Drei Mobiltelefone und 810 Euro Bargeld sowie mehrere Versicherten- und Scheckkarten, Fahrkarten, Ausweise und Schlüssel im Gesamtwert von 1.345 Euro.

In allen sechs Fällen konnten Bilder der Videoaufzeichnung in der S-Bahn oder am Bahnsteig durch die Bundespolizei ausgewertet werden. Im März 2014 geriet ein damals 26-jähriger Staatenloser, nach polizeiinterner Fahndung, in Verdacht, der Täter von bis dahin vier Taten zu sein. Bei einer von der Staatsanwaltschaft München II angeordneten Wohnungsdurchsuchung wurden im Juni 2014 mehrere Kleidungsgegenstände beschlagnahmt, die der Beschuldigte zur Tatzeit getragen hatte und mit denen er auch auf den Kamerabildern zu sehen ist.

Am Freitag (15. Mai) fand vor dem Amtsgericht Ebersberg die Verhandlung statt. Der Beschuldigte war nach der Beweisaufnahme geständig und zeigte sich einsichtig, doch die Richterin nahm ihm das nicht ab. Schnell war Beobachtern klargeworden, dass eine Bewährungsstrafe nicht mehr zur Diskussion stand. Auch weil der 27-Jährige gerade eine Bewährungsstrafe wegen Taschendiebstahls verbüßte, zudem aus einer Haftvollstreckung wegen zweier Leistungs-erschleichungsverurteilungen dem Gericht zugeführt wurde. Mehrere Einzelstrafen, die mit 3 bis 6 Monaten bewertet wurden, führten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von 1 Jahr und 7 Monaten. Der Beschuldigte legte Berufung ein, so dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist (AG Ebersberg, Az. 45 Js 12262/14).

Sowohl die einzelnen Anzeigen der Opfer, aber auch die Auswertungen der Videoaufzeichnungen, führten die Ermittler der Bundespolizei letztlich auf die Spur des Täters. Nur Dank der Bilder konnte ein Kollege der Bayerischen Landespolizei den Dieb identifizieren. Durch die Bilder der Tatausführungen sowie der Bekleidung lies sich gerichtsverwertbar ein lückenloser Tatnachweis führen.

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