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11.02.2015 – 15:16

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Zahlreiche Kosovaren - Schleusungsziel Rosenheim

Bundespolizeidirektion München: Zahlreiche Kosovaren - Schleusungsziel Rosenheim
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Rosenheim (ots)

Am Dienstag (10. Februar) haben Landes- und Bundespolizei zahlreiche 
illegal eingereiste Kosovaren im Rosenheimer Stadtgebiet in Gewahrsam
genommen. Gegen zwei ihrer Schleuser laufen die Ermittlungen. Sie 
befinden sich bereits in Untersuchungshaft.

Fahndern der Bundespolizei fielen auf der B 15 am südlichen Stadtrand
Rosenheims zwei Fahrzeuge auf. Ein Pkw mit ungarischen Kennzeichen 
folgte einem in Deutschland zugelassenen Wagen mit geringem Abstand. 
Als die Beamten die Autos stoppen wollten, beschleunigte der 
vorausfahrende Fahrzeugführer und fuhr in Richtung Autobahn davon. In
dem zurückgebliebenen Pkw befanden sich vier Männer. Papiere für den 
beabsichtigten Aufenthalt in Deutschland hatten sie nicht. Eine 
zweite Streife der Bundespolizei konnte den flüchtigen Wagen am 
Irschenberg feststellen. Der kontrollierte Insasse konnte sich mit 
serbischen Dokumenten ausweisen. Nach ersten Ermittlungen kommt der 
40-Jährige als Schleuser der vier unerlaubt eingereisten Kosovaren in
Frage. Auf richterliche Anordnung hin wurde er noch am selben Tag in 
ein Münchner Gefängnis eingeliefert. Die Geschleusten im Alter von 18
bis 27 Jahren konnten keine Gründe aufzeigen, die auf ein 
Schutzbedürfnis hindeuteten. Sie mussten das Land wieder verlassen.

In der Kufsteiner Straße unterzogen Beamte der Rosenheimer Polizei 
auf Höhe eines Schnellrestaurants fünf Personen einer Kontrolle. Wie 
sich schnell herausstellte, handelte es sich um eine fünfköpfige 
kosovarische Gruppe, die von einem Ungarn nach Deutschland gefahren 
worden war. Der Verkehrspolizei gelang es wenig später, den gesuchten
mutmaßlichen Schleuser auf der A 8 in Fahrtrichtung Salzburg zu 
stoppen. Während die unerlaubt eingereiste kosovarische Familie an 
die Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München weitergeleitet wurde, 
musste ihr 52-jähriger Fahrer in Traunstein die Untersuchungshaft 
antreten.

Ebenfalls in der Kufsteiner Straße stießen Polizeibeamte auf neun 
Kosovaren. Ein aufmerksamer Bürger hatte die Polizei telefonisch über
die neunköpfige Gruppe informiert. Keiner der neun verfügte über die 
erforderlichen Aufenthaltspapiere. Die unerlaubt Eingereisten 
stellten Schutzersuchen. Sie wurden an die zuständige 
Flüchtlingsstelle weitergeleitet. Die Bundespolizei geht davon aus, 
dass auch in diesem Fall ein Schleuser die Beförderung gegen 
Bezahlung vorgenommen hatte. Die Ermittlungen dauern an. 

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf
_________________________________________
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200 | Fax: 08031 8026-2199
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de


Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

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