Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Feldbetten statt Hallenfußball - Über 50 illegal Eingereiste in Rosenheimer Turnhalle

Die Bundespolizei hat in Rosenheim über 50 Personen in Gewahrsam genommen, die in einem Fernreisezug ohne die erforderlichen Grenzübertrittspapiere eigereist waren. Sie wurden provisorisch in einer Turnhalle untergebracht. (Foto: Bundespolizei)

Rosenheim (ots) -

Über 50 Personen sind in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (20. 
August) in einer Turnhalle der Rosenheimer Bundespolizei gewesen. 
Fahnder hatten die unerlaubt Eingereisten aus Eritrea, Somalia und 
Syrien in einem Fernreisezug aus Italien angetroffen.

Bei Kontrollen im EuroCity, der zwischen Venedig und München 
verkehrt, stellten Bundespolizisten Dienstagabend 47 Erwachsene und 
neun Minderjährige fest, die keine Papiere für die den Aufenthalt in 
Deutschland mitführten. Sie wurden in Gewahrsam genommen und in 
Rosenheim zur Bundespolizeiinspektion gebracht. Eigenen Angaben 
zufolge handelt es sich um mehrere syrische Familien mit ihren 
Kindern sowie alleinreisende Erwachsene unter anderem eritreischer, 
somalischer, syrischer und palästinensischer Herkunft.

Mit Feldbetten wurde in der Turnhalle des Bundespolizeistandorts eine
Behelfsunterkunft eingerichtet. Bei der Versorgung der Ausländer 
unterstützte der Malteser Hilfsdienst. Nach Abschluss der 
polizeilichen Maßnahmen wurden die unerlaubt Eingereisten der 
Aufnahmestelle für Flüchtlinge in München zugeleitet. Während sie die
Dienststelle der Bundespolizei verlassen konnten, kamen am 
Mittwochmorgen die nächsten 20 Syrer und eine Somalierin ohne 
Einreisepapiere an. Raublinger Schleierfahnder hatten sie im Nachtzug
aus Mailand gefunden. In fünf Fällen stellten die Beamten gefälschte 
Ausweise fest. Die Ermittler der Bundespolizei gehen davon aus, dass 
sich derartig große Reisegruppen nicht zufällig in den Zügen 
zusammenfinden. Ganz offensichtlich handelt es sich um organisierte 
Schleusungen. 

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf
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