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14.08.2014 – 15:21

Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei Rosenheim: Großschleusungen gehören zur Tagesordnung

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Rosenheim (ots)

Landes- und Bundespolizei sind im deutsch-österreichischen 
Grenzgebiet derzeit ununterbrochen mit Schleusungen und illegalen 
Einreisen beschäftigt. Der Zustrom geschleuster Personen aus Syrien, 
Eritrea, Somalia oder Afghanistan scheint nicht abzureißen. Allein in
den ersten 14 Tagen des Monats August hat die Bundespolizeiinspektion
Rosenheim rund 400 unerlaubt eingereiste Personen festgestellt. Etwa 
1.650 solcher Fälle wurden zusammengerechnet bereits in den Monaten 
Juni und Juli registriert. Großschleusungen gehören derzeit offenbar 
zur Tagesordnung.

In Zügen und auf der Autobahn

In nur einem Auto hat ein 55-jähriger Ägypter mit italienischem 
Wohnort 13 Syrer, darunter 7 Kinder, nach Deutschland gebracht. Auf 
der A 8 nahe Bad Aibling beendeten Bundespolizisten diese Fahrt. Der 
mutmaßliche Schleuser musste am Mittwoch (13. August) auf Anordnung 
des Rosenheimer Amtsgerichts hin die Untersuchungshaft antreten. Er 
wurde in die Justizvollzugsanstalt Traunstein eingeliefert. Bislang 
unbekannte Schleuser haben am selben Tag neun Eritreer, sechs Syrer 
und einen Ägypter bei Nußdorf ausgesetzt. Sie wurden dank eines 
Bürgerhinweises in den Morgenstunden im Ortsbereich aufgefunden. Im 
Fernreisezug aus Italien trafen Raublinger Schleierfahnder am 
Mittwochabend auf acht Eritreer, zwei Gambier und drei Syrer mit 
ihren beiden Kindern. Die 15 hatten ihre offenbar organisierte 
Zugreise Richtung bayerischer Landeshauptstadt in Italien begonnen.

Versorgung in Turnhalle

Von einer organisierten Großschleusung geht die Bundespolizei auch 
bei der Zugfahrt von 74 Personen, davon zwei Kleinkinder, von Verona 
nach München aus. Beim Zughalt in Rosenheim mussten die unerlaubt 
Eingereisten aus Eritrea, Äthiopien, Somalia, Sudan und Syrien am 
Dienstagnachmittag den EuroCity verlassen. Sie wurden von der 
Bundespolizei zunächst in einer Turnhalle untergebracht und mit 
Unterstützung des Malteser Hilfsdienstes versorgt. Vier Jugendliche 
konnten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen der Obhut des 
Jugendamtes anvertraut, die übrigen 70 der Aufnahmestelle für 
Flüchtlinge in München zugeleitet werden.

Schleuser in Untersuchungshaft

Zu Beginn der Woche nahmen Fahnder der Bundespolizei auf der A 8 kurz
nach dem Inntaldreieck einen 49-jährigen Ägypter fest, der mit seinem
Pkw sechs Syrer und vier Palästinenser illegal über die 
deutsch-österreichische Grenze befördert hatte. Drei von ihnen waren 
Kinder. Der Fahrzeugführer musste auf richterliche Anordnung hin in 
München in Untersuchungshaft. Auch ein rumänischer Staatsangehöriger 
hatte am Montag mit einem Platz im Münchner Gefängnis 
vorliebzunehmen. Der 23-Jährige wurde am Autobahnparkplatz Seehamer 
See von Rosenheimer Bundespolizisten zusammen mit sieben unerlaubt 
eingereisten Syrern im Fahrzeug angetroffen. Der Rumäne steuerte den 
Wagen.

Nach vorliegenden Erkenntnissen der Ermittler ist in allen Fällen für
die jeweilige Beförderung von Italien nach Deutschland oder darüber 
hinaus nach Skandinavien von einem Schleuserlohn von mehreren hundert
Euro auszugehen - pro Person wohlgemerkt. Auch wenn die Fahrer das 
letzte Glied in der Kette einer Schleuserorganisation darstellten, 
würden sie auf Kosten der Menschen, die ihre Heimat um einen hohen 
Preis verlassen müssten, auch noch kräftig mit abkassieren, so die 
Bundespolizei. 

Rückfragehinweis:

Rainer Scharf
_________________________________________
Bundespolizeiinspektion Rosenheim | Pressestelle
Burgfriedstraße 34 | 83024 Rosenheim
Telefon: 08031 8026-2200 | Fax: 08031 8026-2199
E-Mail: rainer.scharf@polizei.bund.de
E-Mail: bpoli.rosenheim.oea@polizei.bund.de
Internet: www.bundespolizei.de


Die Bundespolizeiinspektion Rosenheim ist eine der größten
Flächeninspektionen Deutschlands. Ihr gehören die
Bundespolizeireviere Freilassing, Weilheim, Kempten und Lindau an.
Damit ist sie vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion bahn-
und grenzpolizeilich zuständig. Im 650 Kilometer langen
deutsch-österreichischen Grenzgebiet gehen die rund 500
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor allem gegen illegale Migration
und Schleusungskriminalität vor. Auf über 1.150 Bahnkilometern und in
etwa 200 Bahnhöfen und Haltepunkten sorgen sie für Sicherheit der
Bahnreisenden. Weitere Informationen zur Bundespolizei erhalten Sie
unter www.bundespolizei.de oder über oben genannte Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell

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