Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Buntmetalldiebe auf frischer Tat ertappt Bundespolizei nimmt drei Täter fest

Das anhängende Foto kann mit dem Zusatz "Bundespolizei" zur Berichterstattung über den o.a. Fall verwendet werden. Bild 3: Lagerstelle der zur Abisolierung vorbereiten Kupferkabel

München (ots) - Bereits am Sonntagmorgen (2. Februar) konnte die Bundespolizei in München-Pasing drei Rumänen festnehmen, die sie beim Zerlegen von Buntmetall auf frischer Tat angetroffen hatte.

Schon seit längerer Zeit waren im Bereich des DB-Betriebsbahnhofes Pasing West mehrere Lager festgestellt worden, an denen bisher unbekannte Täter immer wieder systematisch Kupferkabel der DB AG abisoliert und transportfähig gemacht hatten.

Am Sonntag, kurz nach Mitternacht, hatte eine Zivilstreife der Bundespolizei in Pasing mittels Wärmebildgerät drei Personen im Visier, die an abgestellten Kabelrollen hantierten. Die drei bewegten sich in einem Waldstück. Zwei knieten - einer arbeitete im Stehen. Immer wieder gingen sie an eine gleiche Stelle um anschließend wieder zu ihrer Verrichtung zurück zukehren. Die Bundespolizisten schlossen daraus, dass die drei Personen Sortier- und Vorbereitungshandlungen zum späteren Abisolieren vornahmen.

Um 00:30 Uhr wurde Verstärkung, darunter ein Hundeführer samt Diensthund sowie ein Hubschrauber der Fliegerstaffel Oberschleißheim, angefordert. Gegen 00:50 Uhr konnte die Hubschrauberbesatzung die drei Männer mittels Wärmebildgerät bei der Tat aufnehmen. Anschließend erfolgte vom Boden aus der Zugriff. Trotz Flucht gelang es alle drei Personen, drei Rumänen im Alter von 27, 28 und 29 Jahren, festzunehmen - einen davon in einer nahen Kleingartenanlage. Kurz nach 01:45 Uhr war die Festnahmeaktion beendet.

Bei der späteren Spurensicherung im Waldstück wurden am Lager mehrere hundert Meter abgetrennter Kabelstücke festgestellt. Zudem wurde am Tatort eine Tasche mit tattypischen Utensilien, wie Schutzhandschuhen, Cuttermessern und Ersatzklingen aufgefunden. Jetzt gilt es für die Bundespolizei den drei Rumänen die Tat mittels DNA-Analyse und Spurenauswertung gerichtsverwertbar nachzuweisen. Dabei sollen auch Aussagen von Zeugen helfen, die aufmerksam Veränderungen am Tatort feststellten.

Zur Schadenshöhe können noch keine detaillierten Angaben gemacht werden. Es wurden ca. 80 abisolierte Kabelstücke von ca. 3,70 Meter Länge und ca. 1 cm Dicke aufgefunden. Der aktuelle Kilogrammpreis für isolierte Kupferkabel beträgt derzeit EUR 1,50, für abisoliertes bis zu EUR 4,00. Laut DB AG beziffert sich die Schadenshöhe an zurückliegend in Pasing festgestellten Buntmetalldiebstählen auf bis zu EUR 25.000. Die Kupferkabel entstammen einem Bauvorhaben der DB AG und waren in der Nähe des Fahrdienstleiters Pasing West zum Abtransport gelagert.

Rückfragen bitte an:

Wolfgang Hauner
Bundespolizeiinspektion München
Arnulfstraße 1 a - 80335 München
Telefon: 089 515 550 215
E-Mail: bpoli.muenchen.oea@polizei.bund.de

Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die
polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der
Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit
über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern. Der
räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München
mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing
und Freising umfasst neben der Landeshauptstadt und dem Landkreis
München die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg,
Fürstenfeldbruck, Starnberg, Erding und Freising. Sie finden uns im
Münchner Hauptbahnhof unmittelbar neben Gleis 26.
Telefonisch sind wir rund um die Uhr unter 089 / 515550 - 111 zu
erreichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion München, übermittelt durch news aktuell
Medieninhalte
3 Dateien

Weitere Meldungen: Bundespolizeidirektion München

Das könnte Sie auch interessieren: