Bundespolizeidirektion München

Bundespolizeidirektion München: Bundespolizei zerschlägt internationale Schleuserbande - Vier Haftbefehle in Deutschland und Polen vollstreckt

Die Bundespolizei hat eine internationale Schleuserbande zerschlagen. Symbolbild: Bundespolizei

München/Berlin (ots) - Der Bundespolizei ist gestern ein großer Schlag gegen eine international agierende Schleusergruppierung gelungen.

Im Rahmen eines bei der Staatsanwaltschaft Weiden geführten Ermittlungsverfahrens durchsuchten am 29.01.2014 Spezialkräfte der Bundespolizei mehrere Wohnungen in Berlin. Dabei konnten gegen zwei russische Staatsangehörige im Alter von 32 und 39 Jahren Haftbefehle vollstreckt werden. Zudem stellten die eingesetzten Polizeibeamten im Rahmen der Durchsuchungen zahlreiche Beweismittel, unter anderem Handys, PC´s und diverse Speichermedien sicher.

Zeitgleich kam es unter Beteiligung von Europol zu weiteren Operationen im benachbarten Ausland. So konnten auch in Polen zwei weitere russische Staatsangehörige verhaftet werden.

Der gezielten Aktion waren monatelange, umfangreiche Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Weiden und der Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung München gegen mehrere russische Staatsangehörige im Alter von 27 bis 48 Jahren vorausgegangen. Die aus verschiedenen, europäischen Ländern heraus arbeitende Gruppierung steht im dringenden Tatverdacht, seit März 2013 in mehr als 40 Fällen etwa 200 russische Staatsangehörige tschetschenischer Herkunft über Polen nach Deutschland eingeschleust zu haben. Hierfür warben sie, sofern sie nicht selbst als Fahrer fungierten, polnische Taxifahrer an, die die Geschleusten über die Grenze und dann zumeist zu Asylbewerberunterkünften in Deutschland brachten. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen kassierte die Bande Beträge von bis zu 1.500 Euro pro Schleusungsfahrt.

Zur Durchführung der polizeilichen Maßnahmen am gestrigen Tag waren über 170 Beamte der Bundespolizei und weitere Beamte der belgischen und polnischen Sicherheitsbehörden im Einsatz. Die beiden im Bundesgebiet festgenommenen Schleuser wurden zwischenzeitlich in die Justizvollzugsanstalt Weiden verbracht. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern. Für die in Polen Inhaftierten ist die Auslieferung nach Deutschland vorgesehen.

Der in Berlin bei den Einsatzmaßnahmen vor Ort befindliche Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft Weiden sowie der Einsatzleiter der Bundespolizei, Polizeioberrat Ludger Otto, bewerteten die Aktion als großen Erfolg im Kampf gegen international agierende Schleuserbanden und lobten in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den beteiligten ausländischen Behörden und die Koordination durch Europol.

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Stephan Wittenzellner
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