Bundespolizeiinspektion Kassel

BPOL-KS: Zug überfährt Betonplatten

Symbolbild; Quelle: Bundespolizei
Symbolbild; Quelle: Bundespolizei

Gießen (Landkreis Gießen) (ots) - Bislang Unbekannte haben am vergangenen Sonntagabend, im Bereich des Bahnhofes Herborn (Bahnstrecke Dillenburg-Gießen), mehrere Betonplatten auf die Schienen gelegt. Ein Regionalexpress erfasste gestern (6.8.) die Hindernisse, gegen 19.30 Uhr, konnte aber seine Fahrt in Richtung Gießen aber fortsetzen. Verletzte gab es zum Glück nicht. Die genaue Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Die Platten hatten eine Größe von 50cm x 25cm x 5 cm. "Solche Handlungen sind keine Dummejungenstreiche!", sagte Polizeioberrat Rainer Paul, stellvertretender Leiter der Bundespolizeiinspektion Kassel und warnt vor schwerwiegenden Folgen. "Züge können durch das Überfahren von Gegenständen entgleisen oder es entstehen Schäden, die erst Wochen später zu Unfällen führen können!", so der Polizeioberrat weiter.

Bundespolizisten haben den Streckenbereich abgesucht. Verdächtige Personen wurden nicht mehr angetroffen. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet.

Hinweise erbeten: Wer Angaben zu der Tat oder den Tätern machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefon-Nr. 0561/81616-0 bzw. der kostenfreien Service-Nr. der Bundespolizei 0800 6 888 000 zu melden.

Sicherheitshinweise der Bundespolizei:

Gefährliche Situationen durch Auflegen von Betonplatten auf Schienen! Kommt es in solchen Fällen zu Schnellbremsungen, so werden Reisende im Zug meist überrascht. Die Gefahr, sich durch Stürze und umher fliegende Gegenstände zu verletzen, ist groß.

Beim Überfahren von Betonplatten spritzen diese mit hoher Geschwindigkeit weg und zerplatzen. Splitter werden dabei zu gefährlichen Geschossen. Umherstehende Personen werden erheblich gefährdet und können sich schwer verletzen.

Solche Handlungen haben strafrechtliche und zivilrechtliche Fol-gen. Neben einem Strafverfahren müssen die Täter auch mit Schadenersatzansprüchen durch das Eisenbahnverkehrsunter-nehmen oder Privatpersonen rechnen.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Kassel
Heerstr. 5
34119 Kassel
Pressesprecher
Klaus Arend
Telefon: 0561/81616 - 1011; Mobil: 0172/8101945
E-Mail: bpoli.kassel.presse@polizei.bund.de
http://www.bundespolizei.de
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