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15.02.2019 – 09:55

Polizei Hamburg

POL-HH: 190215-2. Vollstreckung von zehn Durchsuchungsbeschlüssen wegen Verdacht des Betruges in Verbindung mit Arzneimitteln in Deutschland, den Niederlanden und in Spanien

Hamburg (ots)

Tatzeit: Januar 2013 bis März 2015 Tatort: Hamburg-Eidelstedt, Dörpsweg

Die Fachdienststelle für Arzneimitteldelikte (WSP 51) hat Mittwochmittag mit Unterstützung weiterer Polizeikräfte zehn Durchsuchungsbeschlüsse im Zusammenhang mit gewerbs- und bandenmäßigen Betrug vollstreckt. Hierzu wurden Objekte in Hamburg, auf Sylt (SH), in Mannheim (BW), in Unterschleißheim (BY), in den Niederlanden und auf Gran Canaria durchsucht.

Die Ermittlungen richten sich gegen vier Deutsche (44, 63, 74, 81 ), die im Verdacht stehen, seit Januar 2013 in 52 Fällen Arzneimittel unterschiedlichster Art in einem Gesamtwert von über 22 Millionen Euro mit dem Bestimmungszweck erworben zu haben, diese in den afrikanischen Markt bringen zu wollen. Dadurch wurde eine Rabattierung von ca. 30 % gegenüber vergleichbarer, für den deutschen Markt bestimmter Ware erzielt.

Die entsprechend günstiger erhaltenen Arzneimittel wurden dann, über Speditionen und Firmen, zu deutschen Marktpreisen an Arzneimittel-Großhändler in Deutschland veräußert. Es wird zurzeit von einem dadurch erzielten Vermögensvorteil von über 7 Millionen Euro ausgegangen.

Um Arzneimittelsendungen nach Afrika vorzutäuschen und einen Ausfuhr-Nachweis zur Vorlage beim Arzneimittelhersteller zu erhalten, wurden andere Waren (scheinbar willkürlich) als Arzneimittel bezeichnet und nach Gambia verschifft. Die richtigen Arzneimittel wurden währenddessen durch eine Hamburger Spedition, in der der 63-Jährige tätig war, zunächst in die Niederlande versendet.

Von dort aus wurden die entsprechenden Medikamente über Großhändler in den deutschen Apothekenverkehr gebracht. (Die Medikamente sind laut der zuständigen Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz nicht zu beanstanden.)

Umfangreiche Ermittlungen der WSP 51 führten schließlich zu den vier Tatverdächtigen. Von der Staatsanwaltschaft Hamburg wurden insgesamt zehn Durchsuchungsbeschlüsse beim Amtsgericht Hamburg erwirkt. Diese wurden dann am Mittwoch bei den Tatverdächtigen, einer 44-Jährigen und zwei Männern in Hamburg und auf Sylt (63/ 74), beim Haupttäter (81) auf Gran Canaria, den Pharma-Firmen in Bayern und Baden Württemberg, und bei zwei Speditionsfirmen in Hamburg und in den Niederlanden vollstreckt. In Zusammenarbeit mit weiteren WSP-Dienststellen, den Landeskriminalämtern LKA 54 (EDV-Beweissicherung), LKA 56 (Wirtschaftskriminalistischer Prüfdienst), LKA 66 (Finanzermittlung) , dem BKA, der Polizei Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern und den beteiligten Dienststellen in den Niederlanden und auf Gran Canaria führten die Durchsuchungen zu Sicherstellungen von diversen Beweismitteln.

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei (WSP 51), insbesondere die Auswertung der Beweise, dauern an.

Ri.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Daniel Ritterskamp
Telefon: 040 4286-56208
E-Mail: daniel.ritterskamp@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg

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