Polizei Hamburg

POL-HH: 180325-5. Hochzeitskolonne auf B5 aufgestoppt

Hamburg (ots) - Zeit: 23.03.2018, 19:09 Uhr Ort: Hamburg, Bundesstraße 5/Fahrtrichtung Westen, zwischen BAB 1 und Anschlussstelle Billstedt-Mitte

Am frühen Freitagabend wurde die Fahrzeugkolonne einer Hochzeitsgesellschaft nach Lärmbelästigungen und Straßenverkehrsgefährdungen auf der B5 angehalten. Zwei Fahrzeuge wurden wegen unzulässiger technischer Veränderungen sichergestellt.

Sowohl Anwohner als auch Verkehrsteilnehmer meldeten sich beim Polizeinotruf und beschwerten sich über eine Kolonne von 15 bis 20 Fahrzeugen, welche offenbar mit aufheulenden Motoren und unter Abgabe von "Schreckschüssen" bzw. Knallgeräuschen durch Mümmelmannsberg fuhren.

Mehrere Funkstreifenwagen, darunter auch Einsatzfahrzeuge der Kontrollgruppe "Autoposer", konnten die Kolonne schließlich stadteinwärts fahrend auf der B5 aufnehmen. In der Kolonne befand sich eine Vielzahl hochmotorisierter Sportwagen (Ferrari, Lamborghini, Mercedes-Benz). Augenscheinlich handelte es sich dabei um die Kolonne einer Hochzeitsgesellschaft.

Während der weiteren Fahrt kam es durch die Kolonne zu straßenverkehrsgefährdendem Verhalten, indem beispielsweise spontane Beschleunigungs- und Bremsmanöver eingeleitet wurden und die Fahrstreifen ohne Beachtung der Sicherheitsabstände gewechselt wurden. Darüber hinaus wurde offenbar vorsätzlich erheblicher Fahrzeuglärm verursacht und unbeteiligte Fahrzeugführer wurden zum Teil zu Gefahrenbremsungen und zum Fahren in Schrittgeschwindigkeit genötigt.

Als die Einsatzkräfte Verkehrslenkungsmaßnahmen treffen wollten, wurden sie durch das Befahren des Standstreifens am Überholen gehindert. Im weiteren Verlauf gelang es den Beamten allerdings, die Kolonne zu stoppen. Hierzu musste die B5 für etwa 15 Minuten voll gesperrt werden.

Mehrere Fahrzeugführer wurden schließlich durch die Beamten überprüft. In einem Fahrzeug fanden sie mutmaßlich illegale Pyrotechnik und stellten diese sicher. Ein entsprechendes Strafverfahren wurde eingeleitet.

Im Fahrzeug des Hochzeitspaars stellten die Beamten ein 7-jähriges Kind fest, das ohne jegliche Sicherung mitgefahren war. In diesem Fall leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitenverfahren ein.

Das verkehrswidrige Verhalten ist von einem Beifahrer eines Fahrzeugs der Kolonne offenbar gefilmt worden. Den Camcorder stellten die Beamten für die Ermittlungen als Beweismittel sicher.

Während drei Fahrzeuge dann zur weiteren Überprüfung zum Polizeikommissariat 42 geleitet wurden, setzte der restliche Teil der Kolonne die Fahrt fort.

Am Polizeikommissariat 42 stellten die Beamten der Kontrollgruppe "Autoposer" an zwei der drei Fahrzeuge unzulässige technische Veränderungen fest:

   -	An einem von einem 23-jährigen Deutschen gefahrenen 
Mercedes-Benz CL 500 war der Mittelschalldämpfer entfernt und 
stattdessen eine sogenannte "X-Pipe" verbaut worden. Darüber hinaus 
waren Beleuchtungseinrichtungen foliiert worden. Eine Messung des 
Standgeräuschs ergab einen Wert von 114 dB bei erlaubten 84 dB. 
   -	In einen von einem 24-jährigen Deutschen gefahrenen 
Mercedes-Benz CLS 350 war ein Soundgenerator ohne 
Zulässigkeitsnachweis eingebaut. Eine Messung des Standgeräuschs 
ergab in diesem Fall einen Wert von 86 dB bei erlaubten 71 dB. 

Da durch die Veränderungen die Betriebserlaubnisse erloschen waren, stellten die Beamten die beiden Pkw zwecks weiterer Begutachtung sicher.

Der Fahrzeugführer des dritten Pkw, eines Lamborghini, konnte seine Fahrt im weiteren Verlauf fortsetzen. Gegen ihn wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Verursachung unnötigen Lärms eingeleitet.

Die weiteren Ermittlungen zu den durch die verschiedenen Teilnehmer der Kolonne begangenen Verkehrsdelikten dauern an.

Abb.

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