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24.03.2011 – 11:26

Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Kriminalitätsjahresbericht 2010 der Polizeidirektion Flensburg:

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Flensburg (ots)

Die Zahl der registrierten Straftaten in der Polizeidirektion Flensburg war im letzten Jahr so gering wie seit Jahren nicht mehr. Insgesamt wurden 20.606 (- 1.907) Straftaten erfasst. Die Aufklärungsquote liegt mit 54,8% erneut deutlich über dem Landesdurchschnitt. In punkto Sicherheit liegt die Polizeidirektion Flensburg schon seit Jahren vor dem insgesamt stabilen Landestrend bei der Kriminalitätsentwicklung, wie die Häufigkeitszahl von 7.846 zeigt.

In der Stadt Flensburg wurden im vergangenen Jahr 9.651 Straftaten statistisch erfasst, die Aufklärungsquote liegt bei 52,5 %. Die Anzahl der Fälle befindet sich auf dem niedrigsten Niveau seit 10 Jahren. Von den vier kreisfreien Städten Schleswig-Holsteins hat Flensburg erneut die niedrigste Häufigkeitszahl (10.905), d. h. das Risiko im eher städtisch geprägten Bereich Opfer einer Straftat zu werden, ist in Flensburg geringer als in vergleichbaren Städten.

Im Kreis Schleswig-Flensburg verringerte sich ebenfalls die Zahl der registrierten Straftaten (11.437). Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote auf 56,9%. Mit einer Häufigkeitszahl von 5.521 ist der Kreis Schleswig-Flensburg erneut einer der niedrigsten mit Kriminalität belastete Landkreis in Schleswig-Holstein.

Den weitaus größten Anteil an der Gesamtkriminalität haben Diebstahlsdelikte, gefolgt von Vermögens- und Fälschungsdelikten (in der Hauptsache Betrug) sowie Körperverletzungen. Die Zahl der Sexual- und Raubdelikte machen jeweils nur 1 % der Gesamtkriminalität aus.

Eine Opfererfassung findet in der Kriminalitätsstatistik nur bei bestimmten Delikten, wie bei Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit und das Lebens, Sexualdelikten und Raubtaten statt. Im Bereich der Polizeidirektion wurden insgesamt 3.546 Opfer registriert, 2.189 davon waren Männer. Die meisten Opfer waren im Alter zwischen 21 und 60 Jahren (2.163), danach folgen die Kinder und Jugendlichen unter 21 Jahren mit 1.218. Bei den über 60 jährigen wurden 165 Menschen Opfer einer Straftat.

Die Polizei ermittelte insgesamt 8.686 Tatverdächtigte. Wie in den Vorjahren sind über zwei Drittel (6.732) der ermittelten Tatverdächtigten Männer. Insgesamt waren unter den Tatverdächtigten 847 nichtdeutsche Tatverdächtigte, die Straftaten außerhalb der Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz begangen haben. Eine Auswertung von deutschen Straftätern mit Migrationshintergrund gibt es nicht.

In Flensburg wurden 3.893 Tatverdächtigte ermittelt, davon waren 3.003 männlich. Keine deutsche Staatsangehörigkeit hatten 484 Tatverdächtigte.

Im Kreis Schleswig-Flensburg wurden insgesamt 5.344 Tatverdächtigte ermittelt. Davon waren 4.273 männlich. 318 hatten keine deutsche Staatsangehörigkeit.

Der Anteil der Straftäter unter 21 Jahre von 29% in Flensburg und 30,5% im Kreisgebiet ist nach wie vor zu hoch. Die Reduzierung der Jugendkriminalität stellt daher einen der erklärten Schwerpunkte der PD Flensburg dar, an dem mit Nachdruck sowohl auf repressiver wie auch auf präventiver Ebene gearbeitet wird.

Die Polizeidirektion Flensburg bewältigte im vergangenen Jahr insgesamt 56.981 Einsätze (davon 54,2 % im Kreisgebiet), was einer Steigerung um 15.429 Einsätze gegenüber 2009 entspricht. Die häufigsten Einsatzanlässe waren neben den Verkehrsunfällen, Einsätze zur Gefahrenabwehr und Ruhestörungen. Bei den Straftaten überwiegen die Eigentumsdelikte. Die Diebstahlsdelikte führten zu 2.504 und Einbrüche zu 2.041 Einsätzen. Streitigkeiten musste die Polizei in 2.032 Fällen schlichten.

Hinweis für die Medien: Die zu dieser Meldung gehörende Pressemappe mit weiterführenden Informationen sowie weiteres Bildmaterial (Diagramme) finden Sie als Anhang.

Rückfragen bitte an:

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