Polizeidirektion Flensburg

POL-FL: Festnahme eines mutmaßlichen Drogenkuriers nach Verfolgungsfahrt auf der A 7

    Flensburg (ots) - 080807.1 -  Ein mutmaßlicher Drogenkurier lieferte sich gestern Abend auf der A 7 eine rund 20-minütige Verfolgungsfahrt mit der deutschen und dänischen Polizei. Beamte der Gemeinsamen Fahndungsgruppe Autobahn (GFA; bestehend aus Beamten der Bundes-/ Landespolizei und das Zolls) wollten den Verdächtigen zuvor in Höhe des Parkplatzes Ohe kontrollieren. Der Mietwagenfahrer flüchtete daraufhin mit hoher Geschwindigkeit in nördliche Richtung und habe dabei etliche Verkehrsteilnehmer und Polizeifahrzeuge gefährdet. Er wurde rund zwanzig Minuten später in Apenrade von mehreren dänischen Funkstreifenbesatzungen festgenommen.

    Als der Verdächtige in Höhe des besagten Parkplatzes einen ersten Fluchtversuch unternahm und seinen Wagen wieder abrupt auf den Hauptfahrstreifen lenkte, zwang er den Angaben zufolge zunächst ein links neben ihm fahrendes Fahrzeug zu einer Vollbremsung und einem plötzlichen Ausweichmanöver. Danach beschleunigte der Flüchtende sein Fahrzeug auf dem Überholfahrstreifen und raste mit zirka 220 km/h die A 7 hinauf.

    Drei Einsatzleitstellen der Landespolizei im nördlichen Schleswig-Holstein und die dänische Polizei wurden in die Fahndung eingeschaltet, während der Beschuldigte seine Verfolger laut Polizeibericht vergeblich durch gefährliche Fahrmanöver abzuschütteln versuchte.

    So sei der Beschuldigte in Höhe des Autobahnkreuzes Rendsburg mit hoher Geschwindigkeit auf einen unbeteiligten Pkw zugerast, der sich auf der Überholfahrspur befand. Er sei dicht aufgefahren und habe mehrfach die Lichthupe betätigt. Da der Vorausfahrende nicht nach rechts ausweichen konnte, habe ihn der Verdächtige schließlich mit extrem hoher Geschwindigkeit links überholt, indem er über den unbefestigten Grünstreifen gefahren sei.

    Zwischen der Raststätte Hüttener Berge und der AS Owschlag sowie in Höhe des Parkplatzes Lottorf habe das Fluchtfahrzeug dann mit extrem hoher Geschwindigkeit ein Wohnmobil, einen Pkw und zwei jeweils rechts fahrende Sattelzüge gefährdet. Die zwei auf dem Überholfahrstreifen fahrenden Fahrzeuge seien von dem Beschuldigten jeweils rechts überholt worden. Diese konnten Zusammenstöße jeweils nur knapp vermeiden.

    In Höhe der Anschlussstelle Schleswig-Jagel habe der Flüchtige dann ein fahrendes Polizeifahrzeug abgedrängt, welches ebenfalls mit hoher Geschwindigkeit die A 7 befuhr und sich mit Blaulicht in die Fahndung eingeschaltet hatte. Teilweise habe der Flüchtige sich vergeblich der Kontrolle zu entziehen versucht, indem er bei einem Tempo von geschätzten 200 km/h das Licht seines Wagens ausschaltete.

    Nachdem der Wagen mit hoher Geschwindigkeit den Grenzübergang Ellund passiert hatte, nahmen mehrere deutsche und dänische Streifenwagen die Verfolgung auf. Die dänische Polizei konnte den 34-jährigen Beschuldigten wenig später in Apenrade vorläufig festnehmen. Laut Polizeibericht war der Fluchtwagen mit einer großen Menge der Kaudroge Khat beladen. Die weiteren Maßnahmen übernahm die dänische Polizei.

    Die Festnahme ist ein weiterer Beweis für die hervorragende behörden- und grenzüberschreitende Zusammenarbeit von dänischer Polizei, Bundes- und Landespolizei und des Zolls, die seit dem Wegfall der innerstaatlichen Grenzkontrollen deutlich intensiviert werden konnte.

    Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, die während der Verfolgungsfahrt durch den Beschuldigten gefährdet wurden, sich unter Telefon: 04621/9452-0 bei dem Polizei-Autobahnrevier Schleswig oder jeder anderen Polizeidienststelle zu melden und als Zeugen zur Verfügung zu stellen.


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