Polizei Rheinisch-Bergischer Kreis

POL-RBK: Rheinisch-Bergischer Kreis - Polizei zieht die Einsatzbilanz der Silvesternacht

POL-RBK: Rheinisch-Bergischer Kreis - Polizei zieht die Einsatzbilanz der Silvesternacht
VU Neujahr 2018 Rösrath Feldstraße

Rheinisch-Bergischer Kreis (ots) - Zum Jahreswechsel 2017/2018 ist die Polizei RheinBerg zu circa 100 Einsätzen zwischen 18:00 und 06:00 Uhr ausgerückt. Damit erreichte die Einsatzzahl wieder den langjährigen Mittelwert. Es war erneut kein Einsatz aus dem Phänomenbereich "Sexualdelikte auf offener Straße" zu bewältigen. 6 Personen erhielten Platzverweise, drei von ihnen mussten in Gewahrsam genommen werden.

Herausragende Einsätze waren in der Silvesternacht ein Dachstuhlbrand in Kürten-Dürscheid, ein Raubdelikt in der Maria-Zanders-Anlage in Bergisch Gladbach und ein Unfall mit fünf Verletzten in Rösrath-Forsbach.

Bereits gegen 22:30 Uhr rückten Feuerwehr und Polizei zu einem Brand auf der Straße Steintor in Kürten-Dürscheid aus. Als die Rettungskräfte kurz nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintrafen, hatte sich der Brand bereits im gesamten Dachgeschoss ausgebreitet. Die Hausbesitzer waren durch den Rauchmelder auf das Feuer aufmerksam geworden und konnten sich zusammen mit dem Hund unverletzt aus dem Haus retten. Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand in einer Sauna im Obergeschoss ausgebrochen. Die weiteren Ermittlungen zur Brandursache werden in den nächsten Tagen durchgeführt.

Um kurz vor sechs Uhr ist eine 25-Jährige in der Maria-Zanders-Anlage beraubt worden. Die junge Frau telefonierte, als sie ein Mann an den Armen packte und die Herausgabe des Handys forderte. Anschließend flüchtete der Täter in Richtung Paffrather Straße. Das erbeutete I-Phone8 konnte kurze Zeit später an einem Treppenabgang zur Grünen Ladenstraße gefunden werden - der Räuber hatte das Gerät zerstört. Die Zeugen beschrieben den Täter wie folgt: Er war circa 40-50 Jahre alt und etwa 180-185cm groß. Er war schlank, sprach gutes Deutsch und trug ein Sweat-Shirt und eine dunkle Hose.

Am frühen Neujahrsmorgen ereignete sich ein schwerer Unfall zwischen Forsbach und Kleineichen. Um 01.10 Uhr war ein 54-jähriger Rösrather auf der Feldstraße in Richtung Forsbach unterwegs. In seinem Daimler saßen noch seine Ehefrau und eine weitere Begleiterin. Gleichzeitig fuhr ein 25-jähriger Kölner mit seinem Smart in die Gegenrichtung. In diesem Auto befanden sich noch eine 26-jährige Kölnerin und ein Schäferhund. Nach ersten Erkenntnissen geriet der 25-Jährige aus noch nicht geklärten Gründen in den Gegenverkehr und prallte mit seinem Smart vor den Daimler. Nach dem Unfall landeten beide Autos im Straßengraben. Der 54-Jährige und seine Ehefrau mussten ambulant in einem örtlichen Krankenhaus behandelt werden. Die weiteren Unfallbeteiligten mussten stationär in einer Kölner Unfallklinik und in einem örtlichen Krankenhaus aufgenommen werden. Der Gesamtschaden wird auf 45.000 Euro geschätzt. Beide Autos sind abgeschleppt worden. Die Straße musste für die Unfallaufnahme gut drei Stunden voll gesperrt werden. Der Schäferhund aus dem Smart lief nach dem Unfall weg und ist durch Unbeteiligte unverletzt gefunden worden.

Auch in diesem Jahr war die Einsatzbelastung sehr unterschiedlich im Kreisgebiet verteilt (Vorjahreswerte in Klammern). Bergisch Gladbach 44 (41), Rösrath 21 (9), Overath 12 (7), Odenthal 1 (4), Kürten 4 (5), Burscheid 7 (1), Leichlingen 5 (3) und Wermelskirchen 8 (9). 7 Randalierer sind in der Nacht gemeldet worden und 4 Körperverletzungsdelikte wurden bearbeitet. Lediglich in 8 Fällen fühlten sich Anwohner in ihrer Nachtruhe gestört. Einbrecher nutzten in zwei Fällen die Silvesternacht. In 6 Fällen meldeten die Bürgerinnen und Bürger verdächtige Personen oder Fahrzeuge. Dazu kamen mehrere Streitigkeiten, Gefahrenstellen und Hinweise auf hilflose oder verletzte Personen.

In Wermelskirchen musste ein 20-jähriger BMW-Fahrer am Neujahrsmorgen mit zur Blutprobe und anschließend seinen Führerschein abgeben. Er war um kurz vor sieben auf der L101 in Richtung Dabringhausen unterwegs. Kurz nach der 90-Grad-Rechtskurve in Luchtenberg kam er nach links von der Straße ab und rasierte dabei einen kleinen Baum, ein Verkehrszeichen und einen Weidezaun. Der 20-Jährige blieb unverletzt, aber es entstand erheblicher Sachschaden - circa 10.000 Euro.

In der eigentlichen Silvesternacht gab es zwei Ruhestörungen, eine Gefahrenstelle durch eine umgeworfene Baustellenabsicherung auf der Kenkhauser Straße, eine verletzte Person auf der Berliner Straße und eine Körperverletzung auf der Telegrafenstraße. Ein Brandmeldealarm an der Grundschule Dhünn stellte sich zum Glück sehr schnell als Fehlalarm heraus - vermutlich hatte hier der Rauch von Böllern die Anlage ausgelöst.

In Burscheid wurde eine einzige Ruhestörung gemeldet. Dazu kamen eine hilflose Person, eine Gefahrenstelle durch einen umgestürzten Bauzaun auf dem Dünweg, ein Verkehrsunfall und ein Fehlalarm bei einem Taxi.

In Leichlingen war die Nacht sehr ruhig. Gegen 03.00 Uhr fühlten sich Anwohner noch durch das Abbrennen von Pyro-Technik belästigt. Um eine hilflose Jugendliche kümmerten sich bereits Familienangehörige, als die Polizei am Paulinenhof eintraf. Bei einer gemeldeten Schlägerei Am Heidchen konnte kein Beteiligter mehr angetroffen werden. Lediglich bei einem Wechselbetrug in einem Nachtbus mussten die Beamten einschreiten und eine Strafanzeige schreiben. (rb)

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