Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: 2164. Mit Scheinehe Aufenthaltserlaubnis erschlichen

    Nürnberg (ots) - Einer Scheinehe kamen die Ermittler der Nürnberger Kriminalpolizei bei der Überprüfung eines 21-jährigen Türken in Nürnberg auf die Spur. Dieser hatte sich im Jahr 2001 beim Ausländeramt der Stadt Nürnberg die Verlängerung seiner Aufenthaltserlaubnis damit erschlichen, dass er erklärte, mit einer 23-jährigen Deutschen verheiratet zu sein. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen ergaben jedoch recht bald, dass die Verlängerung der Aufenthaltserlaubnis offensichtlich der einzige Grund der Hochzeit war und die beiden Jungvermählten gar nicht zusammen wohnten.

  Dass die Frau Wochen später ihre Miete nicht mehr zahlen konnte und aus ihrer richtigen Wohnung ausziehen musste, wusste ihr Ehemann nicht. Noch zwei Monate später ging er ganz unschuldig zum Ausländeramt, wo er nach wie vor beteuerte, mit seiner Frau doch in dieser Wohnung eine eheliche Lebensgemeinschaft zu führen.

  Als ihm die Aufenthaltserlaubnis zunächst nicht verlängert wurde, kam der 21-Jährige auf die Idee, die Wohnung seines Bruders nun als gemeinsame eheliche Wohnung anzugeben. Doch da hatten sich bereits die Ermittler der Nürnberger Kripo mit eingeschaltet. Sie besuchten die Ehefrau des 21-Jährigen in deren richtiger Wohnung und forderten diese auf, ihnen die angebliche gemeinsame eheliche Wohnung zu zeigen. Die 23-Jährige war zwar noch in der Lage, das Haus im Nürnberger Stadtteil St. Leonhard zu finden, das Aufsperren der Wohnungstüre brachte sie jedoch dann schon in erste Schwierigkeiten. So stieg die Frau mit den Polizeibeamten von Stockwerk zu Stockwerk und studierte ein Klingelschild nach dem anderen, bis sie schließlich zähneknirschend zugab, dass sie nicht in der Lage war, ihre "eigene" Wohnung zu finden.

  Gegen den 21-jährigen Türken und seine 23-jährige "Ehefrau" wird nun wegen Erschleichens einer Aufenthaltsgenehmigung bzw. Beihilfe dazu ermittelt.

ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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