Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (439) Warnmeldung vor Anrufen durch vermeintliche Polizeibeamte

Fürth (ots) - In den letzten Wochen registrierte die Polizei in Mittelfranken zahlreiche Anrufe durch falsche Polizeibeamte, die mit einer vermeintlichen Amtsnummer anriefen. Diese Ereignisse sind Anlass, entsprechende Vorbeugungshinweise zu geben.

Ein Fall aus dem Landkreis Fürth soll das perfide Vorgehen der Täter erläutern:

Gestern Vormittag (15.03.2018) klingelte bei einem Senior das Telefon. Die angezeigte Telefonnummer war die 110 - also der Polizeinotruf. Am Apparat meldete sich ein Mann, der sich als Kriminalbeamter ausgab und dem älteren Herrn eine Geschichte auftischte, die absolut glaubwürdig und nachvollziehbar vorgetragen wurde.

Demnach bat der Unbekannte sein vorgesehenes Opfer um Mithilfe bei der Aufklärung eines Betruges. Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurden Details genannt, um den Vorgang noch glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Letztlich aber bat man den gutgläubigen Mann, einen Überweisungsträger mit einem hohen Betrag auszufüllen und diesen bei der Bank einzureichen. Letztlich scheiterte diese Überweisung an der Aufmerksamkeit und dem Argwohn eines Bankangestellten.

Das Fachkommissariat für Trickbetrug bei der Kriminalpolizei Nürnberg hat die Ermittlungen aufgenommen und warnt in diesem Zusammenhang vor Straftätern, die das vorhandene Vertrauen der Bürger in die Polizei dazu ausnutzen, um an Daten oder Geld von vornehmlich älteren Personen und deren wirtschaftlichen Verhältnissen zu gelangen. Die Täter nutzen die erhaltenen Informationen in der Regel dazu, Trickdiebstähle und Einbrüche vorzubereiten oder Bargeld abzuholen.

Die Polizei gibt in diesem Zusammenhang folgende Verhaltenstipps:

   -	Lassen Sie sich bei Anrufen von vermeintlichen Polizeibeamten 
stets den Namen und die Dienststelle nennen. Notieren Sie sich die 
Nummer des Anrufers. 
   -	Die Polizei meldet sich bei Ihnen niemals über die Notrufnummer 
"110"! Seien Sie misstrauisch, wenn derartige Phantasienummern im 
Display erscheinen. 
   -	Beachten Sie auch, dass es den Tätern mittlerweile möglich ist, 
die echten Rufnummern von Polizeidienststellen im Telefondisplay 
anzeigen zu lassen! 
   -	Sollten Sie daran zweifeln, von einem echten Polizeibeamten 
angerufen zu werden, rufen Sie bei der genannten Dienststelle zurück.
Suchen Sie die Rufnummer hierfür jedoch stets selbst heraus. 
   -	Geben Sie am Telefon grundsätzlich keine vertraulichen 
Informationen weiter. Dies betrifft vor allem Angaben zu Ihren 
Vermögensverhältnissen oder den Aufbewahrungsort von Schmuck und 
Bargeld. 
   -	Ziehen Sie gegebenenfalls eine Person Ihres Vertrauens hinzu. 
   -	Melden Sie verdächtige Anrufe umgehend der Polizei. 

Bert Rauenbusch /gh

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