Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (279) Papiertransporter auf der A 6 umgestürzt

        Ansbach (ots) - Auf der Autobahn 6 zwischen den Anschlussstellen
Aurach und Herrieden kam es am späten Dienstagabend zu einem
folgenschweren Unfall. Ein mit Papier beladener Sattelzug kam auf
die Gegenfahrbahn und stürzte um. Der Fahrzeugführer flüchtete zu
Fuß. Wegen Staubildung kam es zu einem Auffahrunfall. Insgesamt
beläuft sich der Sachschaden auf 200.000 Euro. In Richtung Nürnberg
war die A 6 fast sieben Stunden blockiert.

  Warum der polnische Sattelzugfahrer in Fahrtrichtung Heilbronn am
12.02.02 kurz nach 21 Uhr nach links von der Fahrbahn abgekommen war
und nach Durchbrechen der massiven Mittelschutzplanken auf die
Gegenfahrbahn geriet, ist noch völlig unklar. Nachdem der mit
zahlreichen Papierrollen sowie Blattpapierpaketen beladene 40-Tonner
ins Schleudern geraten war, stürzte er um. Querliegend blockierte
der Transporter aus Polen komplett die Fahrtrichtung Nürnberg. Glück
im Unglück hatten die dort fahrenden Verkehrsteilnehmer, sie konnten
ihre Fahrzeuge rechtzeitig vor dem Hindernis anhalten. Die Autobahn
war um diese Zeit vor allem mit Transportfahrzeugen sehr stark
befahren. Ein Großteil der Papierladung fiel auf die Autobahn. Von
herumrollenden gewichtigen Papierrollen wurden mehrere Fahrzeuge
beschädigt. Eine Pkw-Lenkerin erlitt einen schweren Schock. Gegen
ihr Auto krachte heftig eine dieser Rollen. Die Autobahn war
förmlich mit Papier übersät. Der starke Sturm wirbelte zudem das
Blattpapier Hunderte von Metern umher. Die Bergungsarbeiten dauerten
bis gegen vier Uhr morgens an.

  Von dem polnischen Sattelzugfahrer hat die Polizei noch keine Spur.
Bis zum Eintreffen der ersten Beamten an der Unfallstelle hatte sich
der Mann zu Fuß aus dem Staub gemacht. Eine Suche, bei der auch in
der Nacht noch ein Polizeihubschrauber eingesetzt worden war,
verlief bislang nach dem Kraftfahrer ergebnislos.

  Weil die Überholspur in Fahrtrichtung Heilbronn ebenfalls blockiert
war, kam es zu einem langen Rückstau. Dort kam es kurz vor 23 Uhr zu
einer weiteren Karambolage. Ein Sattelzugfahrer (39) aus Tschechien
prallte mit seinem mit schweren Betonteilen beladenen Transporter
auf einen vorausfahrenden Lastzug, der seine Geschwindigkeit wegen
der Staubildung drosseln musste. Obwohl die Fahrerkabine vollständig
eingedrückt war, konnte der Tscheche ohne nennenswerte Blessuren
aussteigen.

  Wegen der Blockade in Richtung Nürnberg musste die Polizei den
Verkehr an der Anschlussstelle Aurach ausleiten. Auf der
Umleitungsstrecke über die B 14 bis zur Autobahnauffahrt bei
Herrieden kam es zu erheblichen Behinderungen.



ots-Originaltext: Pressestelle Polizeipräsidium Mittelfranken

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